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Insbesondere das Thema „Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsmitteln gemäß der BetrSichV“ sorgt für Fragen und Verunsicherung. Hier finden Sie alle...

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Finger weg von Schutzeinrichtungen

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Von Martin Weyde,

Mehr als ein Drittel der Schutzeinrichtungen an Maschinen soll vorübergehend oder ständig manipuliert sein. Wenn Sie sich als SiFa dieses Problems annehmen, dann sollten die Gründe dafür im Mittelpunkt Ihrer Überlegungen stehen.

 

Schutzvorrichtungen sind dazu da, „bestimmungsgemäß verwendet“ zu werden. So schreibt es das Arbeitsschutzgesetz in § 15 vor. Welche Schutzvorrichtungen erforderlich sind, ist Sache des Herstellers, sagt die Maschinenrichtlinie: Er muss eine Risikobeurteilung durchführen und feststellen, was für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu tun ist, die die Maschine bedienen.
Am leichtesten hätten es die Hersteller, Manipulationen zu verhindern:

  • Sie bräuchten nur alle Maschinen so durchdacht zu konstruieren, dass es überhaupt keine Gründe für Manipulationen gibt.
  • Außerdem ließen sich Manipulationen technisch erschweren oder durch Plausibilitätsprüfungen erkennbar machen.

Deshalb ist bereits die Anschaffung einer Maschine der richtige Zeitpunkt, sich über die Gefahr möglicher Manipulationen Gedanken zu machen – und gegebenenfalls eine andere zu kaufen.
Denn ist die Maschine erst einmal aufgestellt, können sich für findige Mitarbeiter, über die sich schließlich jedes Unternehmen freut, vielfältige Motive ergeben, „eigene Vorstellungen zu verwirklichen“. Mögliche Gründe sind,

  • Zeit zu sparen, also die Arbeit zu beschleunigen oder mehr zu schaffen,
  • Werkstücke besser zu sehen,
  • besser an Werkstücke heranzukommen,
  • das Einrichten der Maschine zu erleichtern
  • oder sich von der Maschine zu entfernen.

 

 

Stellen Sie sich folgende Fragen:
1. Wird in unserem Betrieb manipuliert? Wenn ja: wo, was, wie und von wem bei welcher Tätigkeit? Und am wichtigsten: Warum wird manipuliert?
Sprechen Sie mit Ihren Kollegen darüber, denn in der Regel verstoßen diese nicht grundlos gegen die Vorschriften.
2. Welche technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen sind erforderlich, um unzulässigen Manipulationen zu begegnen:

  • Was sagt der Hersteller dazu?
  • Welche technischen Alternativen gibt es?
  • Können Sie Arbeitsabläufe anders organisieren?
  • Können Sie Manipulationen persönlich durch Unterweisungen entgegenwirken?

3. Welche Kollegen sind von Ihren Maßnahmen betroffen? Wann führen Sie die Maßnahmen durch und wie wirken sie sich auf die Arbeitsabläufe aus? Wer ist für die Durchführung verantwortlich? Welche Folgen haben die Maßnahmen für andere Arbeitsbereiche?

Beurteilen Sie die Risiken, sorgen Sie für lückenlose Dokumentation, und überprüfen Sie abschließend den Erfolg Ihrer Maßnahmen.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Stopp-Manipulation.org, einer Plattform der internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit, der deutschen, österreichischen und schweizerischen Unfallversicherer sowie mehrerer Berufsgenossenschaften.

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