Gefahrgut sicher und ohne Gefahr für Mensch und Umwelt transportieren

Befinden sich gefährliche Güter nur an einem Ort, sind sie im Allgemeinen gut zu handhaben. Solange alle Personen, die sich in deren Nähe aufhalten über deren Zusammensetzung und mögliche Gefahren aufgeklärt sind. Problematischer wird es, wenn Gefahrgüter transportiert werden. Und in unserer globalisierten und hoch industrialisierten Welt ist der Transport von Gefahrgut alltäglich. Im Laufe der Zeit wurde hierfür ein internationales Regelwerk geschaffen, das zusätzlich durch nationale Regelungen ergänzt wird, die z.B. Zuständigkeiten, Pflichten und Ordnungswidrigkeiten festlegen.

Internationale Klassifizierung von Gefahrgut

International besonders bedeutend ist die weltweit gültige UN-Vereinbarung  in der die gefährlichen Stoffe auf der sogenannten UN-Liste zusammengestellt wurden. Die Liste enthält neun Klassen, von denen einige in weitere Unterklassen unterteilt sind. Die Produkte selber sind in einer Datenbank aufgeführt und den einzelnen Klassen auf dieser Liste zugeordnet. In die unterschiedlichen Klassen werden die Gefahrgüterhttps://de.wikipedia.org/wiki/Gefahrgut je nach Gefährlichkeitsmerkmal eingeteilt.

Klasse 1 - Explosive Stoffe (z.B. Treibstoff)

Klasse 2 - Gase und gasförmige Stoffe (z.B. Wasserstoff)

 

Klasse 3 - Entzündbare flüssige Stoffe (z.B. Alkohol)

 

Klasse 4 - Entzündbare feste Stoffe (z.B. Streichhölzer)

 

Klasse 5 - Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe (z.B. ammoniumnitrathaltige Düngemittel)

 

Klasse 6 - Giftige Stoff (z.B. Pestizide)

 

Klasse 7 - Radioaktive Stoffe (z.B. Plutonium)

 

Klasse 8 - Ätzende Stoffe (z.B. Salzsäure)

 

Klasse 9 - Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände (z.B. Asbest)

 

Jede in dieser Liste enthaltene Gefahrenklasse wird durch ein Symbol bezeichnet. Dieses Symbol muss auf einer Tafel an den Transportfahrzeugen, das gefährliche Güter transportiert (Gefahrgutzettel) angebracht werden. Diese Tafeln sollen bei einem Unfall oder einem anderen sicherheitsrelevanten Vorfall den Rettungskräften signalisieren: „Hierbei handelt es sich um einen Gefahrgutunfall, bei dem Rettungsmaßnahmen, gemäß der Gefahrenklasse des angebrachten Schildes, erforderlich sind.“

Nicht jeder darf Gefahrgut transportieren

Beschäftigen Sie Fahrer, die gefährliche Güter auf der Straße transportieren, müssen diese besonders geschult werden. Dafür müssen sie eine ADR-Schulungsbescheinigung erwerben, also den sogenannten Gefahrgutführerschein machen. Den Fahrern werden in einem Lehrgang alle mit dem Gefahrgut-Transport relevante Gefahren und deren Vermeidung vermittelt. Diese Bescheinigung muss der Fahrer eines Gefahrguttransportes bei sich haben. Sie gilt auch lediglich 5 Jahre und muss bei Ablauf erneuert werden. 

Auch als Unternehmen, die gefährliche Güter transportieren, müssen Besonderheiten beachtet werden. So müssen diese in der Regel einen Gefahrgutbeauftragen schriftlich benennen.

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