Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

Jetzt downloaden

Voll im Griff: Sicherheitsdatenblätter nach REACH

0 Beurteilungen

Von Martin Weyde,

Haben Sie Ihre Sicherheitsdatenblätter im Griff? Hier kommen 7 Top-Tipps, mit denen Sie die Sicherheitsdatenblätter für Ihre Gefahrstoffe auf die sichere Seite bringen. Die REACH-Verordnung ist ein strenges Regelwerk, aber viele organisatorische Anforderungen kriegen Sie ganz einfach mit Hausmitteln hin.

 

1. Sicherheitsdatenblätter können in Ihrem Betrieb an verschiedenen Orten vorliegen, zum Beispiel im Einkauf, im Gefahrstofflager oder bei der SiFa. Deshalb steht das Gefahrstoffverzeichnis am Anfang:

  • Ermitteln Sie zunächst, wo Ihre Kollegen Gefahrstoffe einsetzen.

2. Sicherheitsdatenblätter gehören in eine Materialsammlung:

  • Richten Sie eine eigene E-Mail-Adresse als Pool ein, an die alle Beteiligten – auch die Lieferanten – ihre Sicherheitsdatenblätter schicken können. So haben Sie alles zentral beisammen.

3. Sicherheitsdatenblätter werden von ausländischen Herstellern manchmal in anderen Sprachen geliefert:

  • Dann können Sie eine solche Sammelstelle auch für Übersetzungen nutzen. Artikel 31 Abs. 5 der REACH-Verordnung gibt vor, dass Sicherheitsdatenblätter in der Amtssprache des Mitgliedstaates vorliegen müssen, in dem der Stoff in Verkehr gebracht wird.

4. Sicherheitsdatenblätter müssen aktuell sein:

  • Fassen Sie in einer Excel-Tabelle zusammen, wann Ihre Sicherheitsdatenblätter erstellt wurden. So können Sie aktualisierte Fassungen in einem Rutsch bei Ihren Herstellern anfordern.

 

 

5. Sicherheitsdatenblätter müssen von sachkundigen Personen erstellt werden. Aber daran hapert es gelegentlich. Deshalb hat der Chemieverband CEFIC einen Schnelltest zusammengestellt, mit dem Sie die Basis-Qualität eines Sicherheitsdatenblattes im Handumdrehen ermitteln können:

  • Liegt das Sicherheitsdatenblatt in deutscher Sprache vor?
  • Passt es zum gelieferten Produkt?
  • Stimmen Lieferantenangabe und Produktetikett überein?
  • Enthält das Sicherheitsdatenblatt alle 16 Abschnitte und entsprechende Unterabschnitte?
  • Sind die Seiten durchnummeriert?
  • Sind Version, Änderungsnummer und Datum der Erstellung oder letzten Änderung angegeben?
  • Ist eine E-Mail-Adresse des Lieferanten angegeben?
  • Ist ein Expositionsszenario enthalten, sofern ein Stoffsicherheitsbericht vorliegt?

Wenn Sie anhand dieser Prüfliste Mängel feststellen, dann müssen Sie die Information bei Ihrem Lieferanten nachfordern – am besten schriftlich.
6. Sicherheitsdatenblätter sind nicht nur „nice to have“. Die Abläufe in Ihrem Betrieb müssen mit den Angaben im Sicherheitsdatenblatt im Einklang sein. Das Expositionsszenario stellt dar, wie ein Stoff ohne Risiko eingesetzt wird. Wenn Ihre Kollegen ihn auf nicht identifizierte Weise verwenden, dann müssen Sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Dafür beschreibt das Expositionsszenario die Bedingungen der Verwendung, zum Beispiel

  • die Menge,
  • das Anwendungsverfahren,
  • die Dauer und Häufigkeit der Verwendung
  • und die Umweltbedingungen.

7. Sicherheitsdatenblätter müssen Sie mit den Abläufen in Ihrem Betrieb abgleichen – die Ergebnisse gehören in Ihre schriftliche Dokumentation:

  • Es ist wichtig, dass alle Kollegen schnell auf die aktuelle Version Ihrer Sicherheitsdatenblätter zugreifen können.
  • Kennzeichnen Sie in den aktuellen Versionen, worin diese sich von ihren Vorgängern unterscheiden.
  • Auch hier haben Sie wieder alles schnell im Griff, wenn Sie alle Informationen in einem elektronischen Pool gesammelt haben.

Die europäische Chemikalienagentur ECHA empfiehlt, auch ältere Sicherheitsdatenblätter und Dokumentationen gemäß Artikel 36 Abs. 1 der REACH-Verordnung für 10 Jahre aufzubewahren.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung Ihrer Unternehmenssicherheit und Unterstützung in Ihrer Tätigkeit als Verantwortlicher für Sicherheitsfragen!