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Gefahrgutunfall: Was Sie unbedingt beachten müssen

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Fast täglich passieren Unfälle mit Gefahrgütern auf deutschen Straßen. Neben den Behörden muss auch der Gefahrgutbeauftragte jedem Unfall nachgehen und der Unternehmensleitung schriftlich berichten. In den meisten Fällen sind sogar 2 verschiedene Unfallberichte erforderlich.

Gefahrgutunfall: Bericht Nr. 1

Beim Be- und Entladen gefährlicher Güter auf Ihrem Betriebsgelände oder bei einem von Ihrem Betrieb durchgeführten Gefahrguttransport ereignet sich ein Unfall. Sobald Gefahrgut ausläuft oder auf sonstige Art und Weise freigesetzt wird und dadurch

  • Sachschaden (z. B. beschädigtes Fass),
  • Personenschaden (z. B. ein Mitarbeiter bekommt Atemnot nach Einatmen von Dämpfen des freigesetzten Gutes),
  • Umweltschaden (z. B. das freigesetzte Gut läuft in einen Fluss, es kommt zum Fischsterben),

entsteht, ist ein Unfallbericht gemäß Gefahrgutbeauftragtenverordnun<wbr />g (GbV) zu schreiben. In diesem Fall hat der Gefahrgutbeauftragte dafür zu sorgen, dass nach Vorliegen aller sachdienlichen Auskünfte unverzüglich ein Unfallbericht erstellt wird.

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Gefahrgutunfall: Bericht für den Chef

Der Gefahrgutbeauftragte muss den Unfallbericht der Unternehmensleitung vorlegen. Diese wiederum muss den Bericht auf Anfrage der Gewerbeaufsicht oder dem Amt für Arbeitsschutz weiterleiten. In diesem Fall können Sie aus dem Bericht alle Angaben streichen, die verantwortliche Personen in Ihrem Betrieb oder die Unternehmensleitung belasten. Dieser Unfallbericht ersetzt nicht die Berichte, die entsprechend sonstiger internationaler Regelungen (z. B. ADR) oder nationaler Rechtsvorschriften (z. B. Störfallverordnung) gefordert werden.

Gefahrgutunfall: Bericht Nr. 2

Ereignet sich beim Beladen, beim Befüllen, bei der Beförderung oder beim Entladen von Gefahrgut ein schwerer Unfall oder Zwischenfall, so hat der Verlader, Befüller, Beförderer oder Empfänger einen Unfallbericht anzufertigen. Dieser ADR-Unfallbericht muss innerhalb von 4 Wochen bei der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in München, vorliegen.

Meldepflichtiges Ereignis

Ein meldepflichtiges Ereignis liegt vor, wenn die Behörden beteiligt waren. Das ist der Fall, wenn bei dem Ereignis beispielsweise die Autobahnpolizei, das Bundesamt für Güterverkehr oder Hilfsdienste unmittelbar involviert waren und eine Evakuierung von Personen oder die Sperrung von öffentlichen Straßen, bedingt durch die von dem gefährlichen Gut ausgehende Gefahr, für eine Dauer von mindestens 2 Stunden erfolgte.


Bericht auch ohne Beteiligung von Behörden

Auch ohne Beteiligung der Behörden haben Sie einen Bericht zu schreiben, sobald

  • Gefahrgut der Klasse 6.2 (ansteckungsgefährliche Stoffe) beteiligt ist,
  • radioaktive Stoffe der Klasse 7 aus Versandstücken austreten,
  • Gefahrgüter anderer Klassen in Mengen ab 50 kg oder 50 l austreten.

Die relevante Menge richtet sich nach der Beförderungskategorie, die dem Stoff zugeordnet ist.

Gefahr eines Produktaustritts

Das Kriterium des Produktaustritts ist auch erfüllt, wenn die unmittelbare Gefahr eines Produktaustritts in der angegebenen Menge bestand. Das ist in der Regel der Fall, wenn das Behältnis so beschädigt ist, dass es für die weitere Beförderung nicht mehr geeignet ist oder aus anderen Gründen keine ausreichende Sicherheit gewährleistet ist, wie z. B. durch Verformung von Tanks oder Containern oder Brand in unmittelbarer Nähe.

Gefahrgutunfall: Berichtpflicht bei Arbeitsunfähigkeit

Tritt ein Personen-, Sach- oder Umweltschaden ein, muss ebenfalls ein Bericht geschrieben werden. Steht der Tod oder eine Verletzung einer Person im unmittelbaren Zusammenhang mit dem beförderten Gefahrgut, ist ein Unfallbericht selbstverständlich.

Nicht alle Verletzungen relevant

Dabei sind jeweils solche Verletzungen von Bedeutung, die zu einer intensiven medizinischen Behandlung führen, einen Krankenhausaufenthalt von mindestens einem Tag oder eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens drei aufeinander folgenden Tagen zur Folge haben.


Geschätzter Schaden maßgeblich

Ein Sach- und/oder Umweltschaden liegt vor, wenn gefährliche Güter in beliebiger Menge ausgetreten sind und dabei ein geschätzter Schaden von mehr als 50.000 € entsteht. Bei der Bestimmung der Schadenshöhe bleiben Schäden an unmittelbar betroffenen Fahrzeugen mit Gefahrgut und an der Infrastruktur des Verkehrsträgers (z. B. Straßenschäden) unberücksichtigt.

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