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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Gefahrstoff Asbest

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Von Martin Weyde,

Asbest ist in Deutschland schon seit 1995 verboten – die Folgen des Einsatzes von Asbest sind jedoch immer noch überall präsent: Wegen der langen Latenzzeit von über 30 Jahren sterben bei uns jedes Jahr mehr als 1000 Menschen an den Spätfolgen von Asbest.

 

In der NDR-Reportage „Asbest: Altes Gift – neue Kranke“ weist die Direktorin des Instituts für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Andrea Tannapfel, darauf hin, dass Asbest eine sehr gefährliche Faser ist, bei der ein tiefer Atemzug ausreicht, um einen Tumor zu bekommen.
Und bis heute gehen von Asbest Gefahren für die Allgemeinheit aus, denn es kann immer noch in die Atemluft gelangen, wenn Gebäude mit asbesthaltiger Bausubstanz saniert oder abgerissen werden.

Lungenkrebs war schon Anfang der 1940er Jahre als durch Asbest verursachte Berufskrankheit anerkannt. Doch dann hat man sich erstaunliche 30 Jahre Zeit gelassen, bis die ersten Vorschriften zum Schutz der Beschäftigten erschienen sind. Darauf macht eine im Februar 2013 von der BAuA veröffentlichte Broschüre zum Thema Asbest aufmerksam.
Bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit asbesthaltigen Materialien sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung festzustellen, ob die Beschäftigten bei ihrer Arbeit Asbeststaub ausgesetzt sind (2.4.1 GefStoffV).
Die Ausbreitung des Asbeststaubs muss durch eine staubdichte Abtrennung des Arbeitsbereichs verhindert werden. Außerdem muss der Arbeitsbereich über eine raumlufttechnische Anlage verfügen, die nicht nur durchlüftet, sondern auch für einen ausreichenden Unterdruck sorgt (2.4.3 GefStoffV).

 

Bei Asbest kommt es besonders darauf an, wie fest es im Baustoff, etwa im Zement, gebunden ist. Denn die Gefährdung durch Asbest besteht vor allem darin, dass die Asbestfasern in die Atemluft gelangen, und das passiert umso leichter, je weniger das Asbest gebunden ist. Deshalb müssen Sie in Ihrer Gefährdungsbeurteilung vor allem ermitteln, ob Asbest in schwach gebundener Form vorliegt (2.4.1 GefStoffV).
Für Arbeiten mit Asbest müssen Sie einen Arbeitsplan aufstellen, der

  • Arbeitsverfahren und Arbeitsmittel beschreibt,
  • Angaben zur Persönlichen Schutzausrüstung enthält
  • und dokumentiert, wie Sie überprüfen, dass nach Abschluss der Arbeiten keine Gefährdungen mehr bestehen (2.4.4 GefStoffV).

Auf Grundlage dieses Arbeitsplans müssen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig unterweisen (2.4.5 GefStoffV).
Zwei Technische Regeln für Gefahrstoffe konkretisieren die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung: In der TRGS 519 geht es um die Gefahren bei Abbruch, Sanierung und Instandhaltung. Die TRGS 517 enthält Schutzmaßnahmen für die Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung asbesthaltiger Rohstoffe und Erzeugnisse.

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