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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Gefahrstoff-Kommunikation in der Lieferkette

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Von Martin Weyde,

„Die Zeiten, in denen Sand, Zement und Wasser die einzigen Stoffe auf dem Bau waren, sind lange vorbei.“ Mit diesen Worten eröffnete Norbert Kluger, der Leiter des Gefahrstoff-Informationssystems GISBAU der BG BAU, seine Ausführungen auf der Pressekonferenz „Gefahrstoff-Kommunikation in der Lieferkette“ am 12. März 2013 in Berlin.

 

Die Dimension des Problems verdeutlichen diese Zahlen: 400 Hersteller und 2.500 Fachhändler von Baustoffen müssen Millionen Beschäftigte in 467.000 Unternehmen der Bauwirtschaft über mögliche Gefährdungen durch Abertausende von Produkten informieren.
Im Mittelpunkt der Informationskette vom Hersteller zum Anwender steht bei Gefahrstoffen bereits seit vielen Jahren das Sicherheitsdatenblatt (SDB). Es muss zehn Jahre lang aufbewahrt werden und bildet die Grundlage der Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen zum Schutz der Beschäftigten. Die Unternehmen der Bauwirtschaft stünden dabei von oben nach unten in der Bringschuld, erläuterte Kluger.
Doch die SDB werden immer komplexer und damit umfangreicher. Das erschwert nicht nur den Umgang, sondern ist in der herkömmlichen Form auf Papier oder selbst als PDF längst nicht mehr zeitgemäß. Deshalb haben sich die Verbände der Bauwirtschaft, die IG Bauen-Agrar-Umwelt und Berufsgenossenschaften zusammengetan, um mit einer gemeinsamen Branchenlösung sowohl die Lieferkette transparenter zu machen, als auch die Vorgaben der REACH-Verordnung zu erfüllen.
Die Idee sei, erklärte Kluger, dass sich der Kunde – schon während er das Produkt im Baustoffhandel in seinen Einkaufswagen legt – das dazugehörige Sicherheitsdatenblatt per App aufs Smartphone laden kann. Dem komme entgegen, dass einerseits das Gefahrstoff-Informationssystem GISBAU bereits erprobt sei, und andererseits der Baustofffachhandel über gut aufbereitete elektronische Artikelstammdaten verfüge.

 

Der praktische Ablauf soll so aussehen:

  1. Die Hersteller stellen ausgewählte, strukturierte Daten aus den SDB ihrer Produkte in ein Portal bei der BG BAU ein – freiwillig und eigenverantwortlich.
  2. Möglichst sollte dafür eine Schnittstelle zwischen dem Portal und der Software, die die SDB erstellt, eingerichtet werden.
  3. Die Informationen aus den SDB werden mit den entsprechenden EAN-Nummern – also den Artikelstammdaten – verbunden.

Dem Käufer im Baustofffachhandel sollen sich damit folgende Optionen eröffnen:

  1. Er bekommt einen artikelspezifischen Link auf das erworbene Produkt zugesandt.
  2. Er kann die Informationen in eine Software aufnehmen, die ihm die BG BAU zur Verfügung stellen will – myWINGIS.
  3. Oder er kann das SDB auch wie bisher auf Papier bekommen. Dies sei jedoch ausdrücklich nicht der favorisierte Weg der Branchenlösung.

Klaus-Richard Bergmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der BG BAU, hielt fest: „Mit der neuen Branchenlösung wird allen Akteuren erstmals als zentrales Element ein Datenpool bereitgestellt, der die notwendigen Sicherheitsdatenblätter zu gefahrstoffhaltigen Baustoffen enthält.“

Damit würden nicht nur die Forderungen von REACH erfüllt, sondern auch die abstrakten Informationen dem Anwender verständlich gemacht. Gleichzeitig übernehme die angestrebte Lösung die Aufgabe einer nachhaltigen Archivierung.

Die offizielle Erklärung zur Pressekonferenz finden Sie auf bgbau.de in der Rubrik Presse.

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