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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Gefahrstoff Streusalz: Nicht aufs Glatteis führen lassen

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Langsam wird es wieder kälter. Mit dem nahenden Winteranfang müssen Sie auch auf plötzlich einsetzende Schnee- und Eisglätte vorbereitet sein.

Gefahrstoff Magnesiumchlorid: Reizende Wirkung

Sie brauchen wirksames Auftausalz, damit Sie die Streu- und Räumpflichten in Ihrem Betrieb in vollem Umfang erfüllen können. Solche Chemikalien zeichnen sich nicht nur durch die auftauende Wirkung aus. Sie müssen Ihre Kollegen auch vor Gesundheitsschäden durch diese Gefahrstoffe schützen. Magnesiumchlorid wird neben Natriumoder Calciumchlorid oder deren Lösungen als „auftauender Streustoff“ im Winterdienst eingesetzt. Beim Ausbringen dieser Chemikalien müssen Sie insbesondere mit Gefährdungen durch Salzstäube und Solenebel rechnen.

Die reizende Wirkung der Salze und ihrer konzentrierten Lösungen spüren Sie durch Brennen der Haut, Schleimhäute und Augen. Diese unangenehmen Wirkungen beruhen hauptsächlich auf der austrocknenden Wirkung dieser Chemikalien. Vermeiden Sie daher bei Tätigkeiten mit dem reinen Streusalz Staubaufwirbelungen. Aufgrund der guten Wasserlöslichkeit kann es zu Reizung der Schleimhäute beim Einatmen kommen.

So schützen Sie sich und Ihre Mitarbeiter wirksam vor dem Gefahrstoff

  1. Tragen Sie bei Auftreten von größeren Staubmengen oder Gefährdung durch Solespritzer eine Gestellbrille mit Seitenschutz.
  2. Schützen Sie den Körper durch Schürze bzw. Laborkittel.
  3. Tragen Sie bei vorhersehbaren größeren Staubaufwirbelungen ein Atemschutzgerät (Partikelfilter P2 oder P3, Kennfarbe: weiß).
  4. Tragen Sie Schutzhandschuhe. Geeignet sind Handschuhe aus Polychloropren, Nitrilkautschuk, Butylkautschuk, Fluorkautschuk, Polyvinylchlorid. Die Handschuhstärke sollte mindestens 0,35 mm betragen.
  5. Vermeiden Sie Körperkontakt mit Auftausalz oder Sole.
  6. Lagern Sie die Sole in geschlossenen Behältern, die ein sicheres Befüllen der Fahrzeuge ermöglichen. Wichtig: Bei niedrigen Temperaturen können Schlauchleitungen brüchig werden. Prüfen Sie die Dichtheit der Schläuche vor dem Betanken von Solebehältern.
  7. Bewahren Sie das Winterstreusalz trocken auf. Am besten lagern Sie das Material im Originalgebinde.

Gefahrstoffe: Auftausalz mit Sole einsetzen

Tipp: Auftausalz ist besonders wirksam und sparsam, wenn es im Feuchtsalzverfahren zusammen mit Sole eingesetzt wird. Bei der Feuchtsalzstreuung werden 30 Gewichtsprozent einer Winterdienstlösung (ca. 25 %ige wässrige Salzlösung) zusammen mit 70 % trockenem Auftausalz auf dem Streuteller des Streufahrzeugs vermischt. Das Resultat ist eine bessere Haftung des Salzes auf der Straße, verbunden mit einer schnelleren und länger anhaltenden Tauwirkung.

 

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