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Gefahrstoffe richtig kennzeichnen

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Von Martin Weyde,

Gefahrstoffe müssen erkennbar sein, damit sie Menschen und Umwelt keinen Schaden zufügen. Es kann sich bei Gefahrstoffen sowohl um Stoffe als auch um Gemische handeln. Stoffe sind chemische Elemente oder Verbindungen. Werden solche Stoffe miteinander vermischt, entstehen Gemische. Damit Gefahrstoffe erkennbar sind, müssen Sie sie kennzeichnen.

 

Um Gefahrstoffe zu kennzeichnen, sind mehrere Informationswege vorgesehen:

1. Gefahrstoffkennzeichnung – Gefahrstoffetikett

Diese Angaben sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die wichtigsten sind

  • der Produktidentifikator, der aus dem Namen des Stoffes und bestimmten Inhaltsstoffen besteht,
  • das Gefahrensymbol oder -piktogramm,
  • das Signalwort,
  • die Gefahrenhinweise mit H- und R-Sätzen,
  • die Sicherheitshinweise mit P- und S-Sätzen
  • und der Name, die Anschrift und die Telefonnummer des Lieferanten.

Außerdem muss alles in deutscher Sprache vorliegen, groß und deutlich lesbar sein und vollständig auf der Verpackung haften. Die Abmessungen der Kennzeichnungsetiketten richten sich nach dem Fassungsvermögen der Verpackung:

  • bis 3 Liter wenn möglich mindestens 52 x 74 mm
  • über 3 bis höchstens 50 Liter mindestens 74 x 105 mm
  • über 50 bis höchstens 500 Liter mindestens 105 x 148 mm
  • größer als 500 Liter mindestens 148 x 210 mm

 

 

2. Gefahrensymbole – Gefahrenpiktogramme

Diese sind auf der Verpackung eines Gefahrstoffs abgebildet und zeigen an, welcher Art die Gefahr ist, die vom Inhalt ausgeht. Seit 2010 werden Gefahrstoffe durch rot umrandete Rauten mit weißem Hintergrund gekennzeichnet. Die alten quadratischen Gefahrensymbole mit orangefarbenem Hintergrund sind für Gemische jedoch noch bis einschließlich Mai 2015 zulässig.
Die CLP-Verordnung (EG) Nr.1272/2008 gibt vor, dass die Fläche eines Gefahrenpiktogramms mindestens ein Fünfzehntel der Mindestfläche des Etiketts einnehmen muss. Kein Piktogramm darf kleiner als ein Quadratzentimeter sein.
Die Gefährlichkeitsmerkmale von Chemikalien werden danach unterschieden, ob sie für die Gesundheit, die Umwelt oder aufgrund physikalisch-chemischer Eigenschaften eine Gefährdung darstellen. Viele Gefahrstoffe besitzen mehrere gefährliche Eigenschaften.

3. Sicherheitsdatenblatt (SDB)

Das SDB besteht aus 16 Abschnitten und ist international anerkannt. Es muss in der Amtssprache des Landes verfasst sein, in dem ein Stoff oder Gemisch in Verkehr gebracht wird, und von einer sachkundigen Person erstellt werden. Diese muss die Erfordernisse und Kenntnisse der Personen berücksichtigen, die mit dem jeweiligen Gefahrstoff umgehen.
Die Angaben im SDB dürfen nicht von denen auf dem Gefahrstoffetikett abweichen. Sie müssen klar und prägnant sein, denn auf ihrer Grundlage müssen Unternehmen sowohl ihre Maßnahmen zum Schutz der Kollegen als auch die zum Schutz der Umwelt entwickeln.
Detaillierte Informationen zu den Anforderungen an ein SDB enthalten die „Leitlinien zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern“, die die Europäische Chemikalienagentur ECHA herausgibt.

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