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Gefahrstoffe: So berechnen Sie die Arbeitsplatzgrenzwerte nach TRGS 900

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Seit Dezember 2007 müssen Sie gemäß TRGS 900 die Arbeitsplatzgrenzwerte für Kohlenwasserstoff-Gemische in Abhängigkeit von der Zusammensetzung für jedes Produkt separat berechnen.

Prüfen Sie jetzt die Belastung Ihrer Mitarbeiter durch Lösemitteldämpfe und ermitteln Sie die maßgeblichen Grenzwerte gemäß den Vorgaben in der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 900 „Arbeitplatzgrenzwerte“.

Gefahrstoffe: Die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 900

Mit Gefahrstoffen kommen Sie am Arbeitsplatz nicht nur durch direkten Hautkontakt in Berührung. Arbeitsstoffe können auch in Form von Dämpfen, Gasen oder Nebel über die Atmung in Ihren Körper gelangen. Damit Sie prüfen können, ob die Belastung der Mitarbeiter durch Gefahrstoffe in der Luft am Arbeitsplatz zulässig ist, legt der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) Arbeitsplatzgrenzwerte fest. Der Arbeitsplatzgrenzwert ist der Grenzwert für die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffs in der Luft am Arbeitsplatz. Der Wert bezieht sich in der Regel auf eine tägliche Exposition an 5 Tagen pro Woche und 8 Stunden täglich während der Lebensarbeitszeit. Werden diese Werte am Arbeitsplatz eingehalten, brauchen Sie keine Gesundheitsschäden bei Ihren Mitarbeitern zu befürchten und auch keine technischen Maßnahmen wie z. B. Teure Absaugeinrichtungen einzurichten.

Gefahrstoffe: Kohlenwasserstoffgemische und die TRGS 900

Aus Erdöl werden durch Destillation Kohlenwasserstoffgemische gewonnen. Bei diesen Lösemitteln handelt es sich um Mischungen aus aliphatischen (linearen) und / oder aromatischen (ringförmigen) Kohlenwasserstoffen. Die Gemische stellen in der Regel Siedeschnitte aus der Erdölverarbeitung dar und tragen Bezeichnungen wie z. B. Testbenzin, Siedegrenzenbenzin, Spezialbenzin, Petrol – ether, Terpentinersatz, White Spirit, Solvent Naphtha etc. Im Gegensatz zu anderen komplexen kohlenwasserstoffhaltigen Gemischen, wie z. B. Kühlschmierstoffe oder Kraftstoffe, enthalten Kohlenwasserstoffgemische dieser Definition nach keine olefinischen Kohlenwasserstoffe und keine kohlenwasserstofffremden Additive. Wie bei allen Produkten, die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden, variiert die Zusammensetzung. Je höher der Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen (KW), desto gefährlicher ist der Stoff.

Gefahrstoffe: Gruppeneinteilung gemäß der neuen TRGS 900

Damit Sie auch bei unterschiedlicher Zusammensetzung von KW-Gemischen stets prüfen können, ob die Belastung durch Dämpfe am Arbeitsplatz zulässig und zumutbar ist, wurden diese Grenzwerte für einzelne KW-Gruppen, je nach Anzahl der C-Atome, festgelegt. In den meisten Fällen besteht Ihr Gemisch nicht nur aus einer Fraktion, sondern ist aus Kohlenwasserstoffen mehrerer RCP-Gruppen zusammengesetzt. Für diese Gemische muss auf der Basis der Grenzwerte und der Anteile in der Mischung der für das Gemisch maßgebliche Arbeitsplatzgrenzwert nach der RCP-Methode (RCP = reciprocal calculation procedure) berechnet werden. In korrekt ausgefüllten Sicherheitsdatenblättern finden Sie zu den Produkten, die Sie verwendungsfertig einkaufen, den Arbeitsplatzgrenzwert zu allen Bestandteilen in Abschnitt 8. Prüfen Sie daher zunächst, welche Angaben verfügbar sind.

Tipp: Bevor Sie selbst den AGW für ein KW-Gemisch berechnen, sollten Sie den Wert für Ihre eingekauften Produkte beim Lieferanten anfordern. Wichtig für Sie: Sobald Sie in Ihrem Betrieb selbst verschiedene KW-Lösemittel vermischen, sind Sie allein für die korrekte Berechnung des AGW zuständig.

 

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