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Hautbelastungen durch chemische Stoffe zum Holzschutz

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Von Martin Weyde,

Holz ist biologisch abbaubar. Das ist aber nicht immer erwünscht – zum Beispiel dann, wenn daraus Häuser oder Gebrauchsgegenstände gefertigt werden, die eine gewisse Zeit bewohnt oder verwendet werden sollen.

 

Deshalb werden Hölzer gegen die Einflüsse von Organismen geschützt – zum Beispiel durch Imprägnierung mit biozidhaltigen Holzschutzmitteln. Was Organismen bekämpft, kann aber unter Umständen auch dem Menschen gefährlich werden. Und das ist dann ein Fall für den Arbeitsschutz.

Bei der Herstellung von Masten, Schwellen, Pfosten, Zäunen etc. aus Holz wird zur Imprägnierung Kreosot eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Imprägnieröl aus aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Teersäuren und Teerbasen. Kreosot ist ausschließlich für gewerbliche und industrielle Zwecke zugelassen.
Aromatische Kohlenwasserstoffe können bei ihrer Verarbeitung eingeatmet und als Dampf oder Flüssigkeit über die Haut aufgenommen werden. Sie reichern sich im Körper an und wirken sich auf den gesamten Organismus aus: Unter anderem sind sie giftig und können zu Krebserkrankungen und Genmutationen führen.
Jetzt hat die BAuA die europaweit ersten repräsentativen Daten zur Exposition der Beschäftigten bei der Imprägnierung von Hölzern mit Kreosot vorgelegt. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem IPASUM (Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) realisiert.
Die Untersuchungen wurden in vier holzimprägnierenden Betrieben durchgeführt. Um die Belastung durch PAK ermitteln zu können, trugen die Beschäftigten bei ihrer Arbeit Ganzkörperoveralls aus Polyethylen und Schutzhandschuhe aus Rindsspaltleder. Diese einheitliche Arbeitskleidung diente den Wissenschaftlern als „Objektträger“, um die Belastung verschiedener Körperpartien herauszufinden.

 

Im Labor wurden Overalls und Handschuhe in Segmente zerschnitten und messtechnisch untersucht. Daran ließ sich die durchschnittliche Belastung durch aromatische Kohlenwasserstoffe pro Minute ablesen.
Es zeigte sich, dass es sowohl bei verschiedenen Tätigkeiten als auch bei verschiedenen Körperpartien große Unterschiede gab: Am stärksten waren die Hände betroffen, aber auch die Unterarme und die Vorderseite des Oberkörpers und der Beine waren belastet. Und die Belastung nahm zu, je wärmer frisch imprägniertes Holz weiterverarbeitet wurde.
Aus diesen Erkenntnissen können jetzt technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten entwickelt und die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung festgelegt werden.
Der Bericht „Messung von Hautbelastungen durch chemische Stoffe bei der Imprägnierung mit Holzschutzmitteln“ hat einen Umfang von 197 Seiten und steht auf der Website der BAuA als PDF zur Verfügung. Sie finden ihn unter dem Suchbegriff „Kreosot“.

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