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REACH: 6 gefährliche Chemikalien schrittweise verboten

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe REACH

Von Wolfram von Gagern,

Vor zwei Wochen wurden erstmals 6 besonders besorgniserregende Stoffe von der sogenannten Kandidatenliste in die Liste zulassungspflichtiger Stoffe verschoben. Sie wurden damit in den Anhang XIV der REACH-Verordnung (Verordnung Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) aufgenommen.

Vor zwei Wochen wurden erstmals 6 besonders besorgniserregende Stoffe von der sogenannten Kandidatenliste in die Liste zulassungspflichtiger Stoffe verschoben. Sie wurden damit in den Anhang XIV der REACH-Verordnung (Verordnung Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) aufgenommen. Sie dürfen damit nur in Verkehr gebracht oder verwendet werden, wenn eine Zulassung für eine bestimmte Verwendung erteilt wurde. Für jeden aufgeführten Stoff ist ein Ablauftermin angegeben, der in den Jahren 2014 und 2015 liegt. Nach diesem Datum darf der Stoff nur dann in Verkehr gebracht oder verwendet werden, wenn eine Zulassung erteilt wurde oder ein Zulassungsantrag vor Ablauf der Antragsfrist gestellt worden ist. Dabei handelt es sich um den Zeitpunkt, bis zu dem jeder einen Antrag gestellt haben muss, der einen aufgeführten chemischen Stoff auch nach dem Ablauftermin noch verwenden oder verkaufen will.

Weiterverwendung der Chemiklaien nach Zulassung möglich

Einzelne Unternehmen können also eine Zulassung für die weitere Verwendung der Stoffe beantragen. Sie müssen entweder nachweisen, dass sie die Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben, die für eine angemessene Beherrschung der Risiken notwendig sind, oder dass der Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft die Risiken überwiegt. Sofern es Stoffe oder technische Verfahren gibt, die eine praktikable Alternative darstellen, muss zudem ein Zeitplan für die Umstellung vorgelegt werden.

Leitlinien für Zulassung bei REACH

Zulassungsanträge sind an die ECHA zu richten. Der Ausschuss für Risikobeurteilung und der Ausschuss für sozio-ökonomische Analysen der Agentur prüfen jeden Antrag und übermitteln der Europäischen Kommission ihre Stellungnahme. Die endgültige Entscheidung trifft die Europäische Kommission. Für die Erstellung von Zulassungsanträgen und für die sozio-ökonomische Analyse hat die ECHA auf ihrer Website Leitlinien veröffentlicht (derzeit nur auf Englisch):

echa.europa.eu/reach/authorisation_under_reach_en.asp

Die Chemikalien-Liste:

Es handelt sich um folgende sechs Chemikalien:

  • 5-tert-Butyl-2,4,6-trinitro-m-xylol (Moschus-Xylol),
  • 4,4’-Diaminodiphenylmethan (MDA),
  • Hexabromcyclododecan (HBCDD),
  • Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP),
  • Benzylbutylphtalat (BBP) und
  • Dibutylphthalat (DBP).

 

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