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REACH-Verordnung: Mit einem alten Gefahrstoffverzeichnis kein Problem

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Was für Sie nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) schon lange gilt, wird bei der Umsetzung der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 in Ihrem Betrieb zum Rettungsanker: das Gefahrstoffverzeichnis.

Dieses Inventar ist eine unverzichtbare Datenquelle, die Sie mit Blick auf REACH durch weitere Angaben rund um Ihre Chemikalie anreichern sollten.

Doch fangen wir noch einmal von vorne an. § 7 der GefStoffV verlangt von Ihnen ein Verzeichnis der verwendeten Gefahrstoffe. Dieses Chemikalieninventar muss stets aktuell sein und auf den Aufbewahrungsort Ihrer Sicherheitsdatenblätter verweisen. Sie dürfen Ihr Gefahrstoffverzeichnis um Angaben erweitern, die Ihnen sinnvoll erscheinen. Das können z. B. Arbeitsplatzgrenzwerte oder die zusätzliche Auflistung ungefährlicher Arbeitsstoffe sein.

Die Frist läuft

Am 1.6.2008 begann die Frist für die 6-monatige Vorregistrierungsphase für Chemikalien. Beginnen Sie erst jetzt mit Ihren Vorbereitungen für die Umsetzung von REACH in Ihrem Betrieb? Ein aktuelles Gefahrstoffverzeichnis gemäß den Vorgaben der „alten“ Gefahrstoffverordnung ist ein guter Ausgangspunkt für Ihre Bestandsaufnahme. In diesem Fall finden Sie dort diese Informationen:

  1. Bezeichnung des Gefahrstoffs
  2. Einstufung des Gefahrstoffs oder Angabe der gefährlichen Eigenschaften
  3. Mengenbereiche des Gefahrstoffs im Betrieb
  4. Arbeitsbereiche, in denen mit dem Gefahrstoff umgegangen wird Anhand dieser Angaben können Sie bereits ermitteln, ob eine Stoffregistrierung angezeigt ist.

Erweitern Sie Ihr Inventar

Je mehr Informationen über Ihre Chemikalien vorliegen, desto besser. Sie sollten Ihre Auflistung außerdem mit den folgenden Zusatzinformationen versehen:

- Name und Anschrift des Herstellers bzw. Lieferanten der Chemikalie

- Mengen, in denen Stoffe und Zubereitungen in Ihrem Betrieb eingesetzt werden

Besonders wichtig sind alle Stoffe, die Mengenschwelle von einer Jahrestonne überschreiten.

- Kennzeichen Sie alle Gefahrstoffe, die krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften („CMR-Stoffe“) besitzen. Sie erkennen diese Stoffe an dem Gefahrensymbol „Totenkopf“ und den RSätzen 45, 46, 49, 60 oder 61. Ab einer Herstell- oder Importmenge von über 1 Tonne müssen diese Stoffe schon bis 1.12.2010 registriert werden.

- Markieren Sie auch solche Stoffe, für die bestimmte Ausnahmetatbestände der REACH-Verordnung greifen. Hierzu gehören Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente, Polymere, Abfälle und bestimmte Naturstoffe.

- Schreiben Sie auf, wie Sie die Stoffe verwenden.

Ermitteln Sie, wie häufig Ihre Mitarbeiter typischerweise mit jeder Chemikalie arbeiten und ob bzw. wie es zu einem Kontakt mit der Chemikalie kommt.

Wichtig: Der REACH-Verordnung unterliegen sämtliche chemische Stoffe unabhängig davon, ob sie entsprechende Gefährlichkeitsmerkmale nach dem Gefahrstoffrecht (z. B. ätzend, entzündlich) aufweisen oder nicht. Daher sollten Sie grundsätzlich alle im Betrieb eingesetzten Chemikalien in Ihr Verzeichnis aufnehmen.

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