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Urteil: Das erweiterte Sicherheitsdatenblatt (eSDB)

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Von Martin Weyde,

Die Sicherheitsdatenblätter (SDB) sollen darüber aufklären, wie mit gefährlichen Stoffen und Gemischen umzugehen ist. Wer Gefahrstoffe oder Gemische mit Gefahrstoffen in Verkehr bringt, einführt oder herstellt, muss Sicherheitsdatenblätter bereitstellen.

 

Das Urteil der betroffenen Unternehmen zum erweiterten Sicherheitsdatenblatt (eSDB) ist jedoch alles andere als schmeichelhaft.
Nach REACH müssen Sicherheitsdatenblätter um Expositionsszenarien erweitert werden, die im Rahmen des Registrierungsdossiers erarbeitet wurden. Diese sollen Anwender entlang der Lieferkette in die Lage versetzen, alle Risiken im Griff zu behalten. Dazu beschreiben sie die Bedingungen, unter denen ein Stoff verwendet wird – zum Beispiel die Menge, das Anwendungsverfahren, die Dauer und die Häufigkeit der Verwendung sowie die Umweltbedingungen.
Die verantwortlichen Gremien von Bundesministerien über BAuA und Umweltbundesamt bis hin zum VCI haben sich dafür interessiert, was die Betroffenen davon halten. Dafür wurden 182 Unternehmen befragt, die den Registrierungspflichten unterliegen:

  • 97 Prozent halten die eSDB für zu lang und zu komplex. Auch die Expositionsszenarien seien zu umfangreich und für die praktische Anwendung ungeeignet.
  • 92 Prozent beklagen, dass zuviel Zeit und Mittel erforderlich seien, um die eSDB auszuarbeiten.
  • 73 Prozent vermissen ein Standardformat, um die erforderlichen Informationen bereitzustellen.

 

 

Auch konkrete wirtschaftliche Nachteile führen die teilnehmenden Unternehmen auf REACH zurück:

  • 54 Prozent machen REACH für Preiserhöhungen verantwortlich, und zwar sowohl die Hersteller, die die Stoffe einsetzen, als auch die Importeure der Stoffe in die EU.
  • 58 Prozent geben an, dass sich ihre Produkte durch REACH gegenüber dem außereuropäischen Wettbewerb verteuert hätten.
  • Bei 28 Prozent war dies gegenüber Wettbewerbern innerhalb der EU der Fall.
  • 22 Prozent verzeichneten Absatzrückgänge auf dem europäischen Binnenmarkt.

Nur ein Drittel der Unternehmen gibt durch REACH verursachte Kosten an die Kunden weiter. Zwei Drittel nehmen die zusätzlichen Belastungen manchmal, oft oder immer auf die eigene Kappe.
20 Prozent der Unternehmen haben wegen REACH beschlossen, Produkte vom Markt zu nehmen, und 28 Prozent schließen diesen Schritt für die Zukunft nicht aus. Der am häufigsten genannte Grund dafür sind die hohen Registrierungskosten.
Rund ein Viertel von über 27.000 Stoffregistrierungen, die gemäß REACH bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eingegangen sind, kamen bisher von deutschen Unternehmen.
Bei den befragten Firmen handelt es sich überwiegend um größere Hersteller und Importeure chemischer Stoffe, die ein breites Spektrum der von REACH betroffenen Unternehmen abdecken.

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