Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

Jetzt downloaden

Wie Sie jetzt Ihre Gefährdungsbeurteilung gemäß BGI 5891 erstellen

0 Beurteilungen
Arbeitssicherheit

Von Wolfram von Gagern,

Frage: Einer meiner Mitarbeiter will keine Sicherheitsschuhe tragen. Von seinem Hausarzt hat er eine Bescheinigung, dass er keine Sicherheitsschuhe tragen kann! Was mache ich jetzt?

Schutzmaßnahmen auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung festlegen

Antwort: Die grundsätzliche Antwort auf diese Frage finden Sie im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und in der BGR 191 „Fußschutz“. Das ArbSchG fordert vom Unternehmer auf Basis der Gefährdungsbeurteilung die Festlegung von Schutzmaßnahmen, z.B. den Fußschutz. Kommt der Unternehmer in der Gefährdungsbeurteilung zu der Festlegung, dass Fußschutz erforderlich ist, muss er das Tragen anordnen und den Fußschutz bereitstellen (§29 BGV A1). Für diesen Fall wiederum regelt das ArbSchG auch, dass der Beschäftigte den Anordnungen des Unternehmers Folge leisten muss.

Tipp: Zusätzliche Regelungen für die Sicherheit der Mitarbeiter sind bei der Gefährdungsbeurteilung im Gerüstbau nötig. Denn gerade das Arbeiten in großen Höhen steigert das Absturz- und Verletzungsrisiko.

Der Beschäftigte muss also den Fußschutz tragen!

Kann also ein Hausarzt in einer ärztlichen Bescheinigung das Tragen von Sicherheitsschuhen verbieten? Ich meine nicht! Für medizinische Fragen rund um den Arbeitsschutz ist der Betriebsarzt oder der Facharzt für Arbeitsmedizin zuständig. Dieser ist fachlich in der Lage, in Zusammenarbeit mit der FaSi zu klären, warum der vorhandene Sicherheitsschuh nicht getragen werden kann und welche Möglichkeiten aus medizinischer Sicht zur Verfügung stehen, ohne den Schutzaspekt zu vernachlässigen. Jetzt kommt die BGR 191 ins Spiel. Diese verlangt u.a., dass Sicherheitsschuhe eine ergonomische Passform, Polsterung und Klimamembran haben müssen. Orthopädischer Fußschutz

Wer die Kosten für Schutzschuhe trägt

Kann durch orthopädische Veränderungen an einem Schuh eine Berufsfähigkeit wirksam erreicht werden, so ist sie gemäß BGR 191 herzustellen. Fußschutz unterliegt der 8. Verordnung zum GPSG (8. GPSGV) und ist auf der Basis einer Baumusterprüfung mit einer CE-Kennzeichnung zu versehen. Sie dürfen auch orthopädischen Fußschutz nur mit CE-Kennzeichnung zulassen. Die Kosten für die Anfertigung orthopädischer Schutzschuhe muss der Arbeitgeber aber nicht allein tragen. Die Kosten können dem Unfallversicherungs- oder Rentenversicherungsträger oder der Agentur für Arbeit zumindest zum Teil überbürdet werden.

Tipp: Die für Sie zuständige technische Aufsichtsperson Ihrer BG kann Ihnen sicherlich hinsichtlich der Möglichkeiten einer Kostenübertragung auf einen dieser Träger weiterhelfen.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung Ihrer Unternehmenssicherheit und Unterstützung in Ihrer Tätigkeit als Verantwortlicher für Sicherheitsfragen!