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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Wie Sie von einem korrekt geführten Gefahrstoffverzeichnis profitieren

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Urheber: A_Bruno | Fotolia

Von Gabriele Janssen,

Einige Sicherheitsexperten sehen das Gefahrstoffverzeichnis nur als lästige Notwendigkeit. Trotzdem muss diese durch die Gefahrstoffverordnung geforderte Übersicht immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die darin aufgeführten Daten können für Ihren Betrieb in vielerlei Hinsicht sehr nützlich sein.

Damit Sie die Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen beurteilen können, sollten Sie zu den verwendeten Arbeitsstoffen folgende 10 Fragen beantworten: 

  1. Handelt es sich bei dem Arbeitsstoff überhaupt um einen eingestuften und gekennzeichneten Gefahrstoff?  
  2. Wo wird welche Chemikalie eingesetzt?
  3. Welche Mengen werden verwendet?
  4. Liegt ein aktuelles Sicherheitsdatenblatt vor?
  5. Sind für die vorhandenen Gefahrstoffe Arbeitsplatzgrenzwerte festgelegt?
  6. Welche Schutzmaßnahmen wie z. B. Hand- und Hautschutz, aber auch Brand- und Explosionsschutz sind erforderlich?
  7. Gilt es, besondere Lagervorschriften zu beachten?
  8. Was geschieht mit den Abfällen und leeren Gebinden?
  9. Muss eine Betriebsanweisung erstellt werden?
  10. Wann wurden die Mitarbeiter zuletzt unterwiesen?

Was Ihnen die Gefahrstoffdaten verraten

Anhand der Einträge im Gefahrstoffverzeichnis können Sie die meisten Fragen klären. Aus den Antworten ergibt sich möglicherweise auch, dass auch ein vermeintlich günstiges Produkt insgesamt teuer werden kann, wenn erst einmal alle Neben- und Folgekosten berücksichtigt sind. Wird etwa ein leicht entzündbarer Reiniger mit einem Flammpunkt unter 0 °C verwendet, sind besondere Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen erforderlich, auf die Sie beim Einsatz eines nicht brennbaren Produktes auf Wasserbasis verzichten können. Beim Erstellen eines Gefahrstoffverzeichnisses lohnt es sich auch, darüber nachzudenken, ob alle vorhandenen Arbeitsstoffe wirklich noch verwendet werden. In vielen Betrieben sammeln sich im Laufe der Zeit etliche Chemikalien an, die keiner mehr benötigt. Diese sollten schnellstmöglich fachgerecht entsorgt werden.

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Diese Daten sind Pflichtangaben

Ein korrekt aufgebautes Gefahrstoffverzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten: 

  • Bezeichnung des Arbeits-/Gefahrstoffes,
  • Kennzeichnung des Gefahrstoffes oder Angabe der gefährlichen Eigenschaften,
  • Durchschnittlich verwendete Mengen je Chemikalie,
  • Arbeitsbereiche, in denen der Gefahrstoff verwendet wird,
  • Verweis auf das Sicherheitsdatenblatt.

Wichtig für Sie: Das Sicherheitsdatenblatt enthält wesentliche Informationen, die Sie für das Gefahrstoffverzeichnis benötigen. Daher sollten Sie darauf achten, dass Ihnen ein aktuelles Sicherheitsdatenblatt vorliegt. Liegt die letzte Überarbeitung mehr als 2 Jahre zurück, sollten Sie beim Lieferanten nachfragen, ob die vorliegende Ausgabe nach wie vor auf dem neuesten Stand ist.

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