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Elektrosicherheit der Zukunft: Technische, funktionale und IT-Aspekte

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Elektrosicherheit
Urheber: Andrey Popov | Fotolia

Von Sabine Kurz,

Industrie 4.0 wirkt sich schon heute auf die Aufgaben und den Arbeitsalltag in vielen Berufen aus. In Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken und nicht zuletzt die Aus- und Weiterbildung auch in der Elektrobranche verändern. Eine Studie der Bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber nennt dazu erste Anforderungen.

Viele Aufgaben von Elektrofachkräften hängen schon heute mit dem sicheren Betrieb von elektrischen Maschinen und Anlagen zusammen. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen basieren dabei auf linearen Prozessen, das heißt, ein Unternehmen muss – verkürzt gesagt – zunächst eine für die geplante Aufgabe geeignete Maschine oder Anlage beschaffen, diese bestimmungsgerecht montieren und erstprüfen, sie dann sicherheitsgerecht betreiben, instand halten und regelmäßig prüfen, um sie nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer fachgerecht zu entsorgen.

Im herkömmlichen Betrieb von Anlagen bewerten dabei jeweils Menschen den jeweiligen Sicherheitsaspekt, etwa die fachgerechte Montage oder die Interpretation von Prüfwerten.

Natürlich ist der Betrieb von Maschinen und Anlagen schon heute viel komplexer, und es kommt immer stärker darauf an, nicht nur die technische Sicherheit von Einzelkomponenten, sondern auch die funktionale Sicherheit von Anlagen als Systemen zu gewährleisten. Je stärker nun mikrorechnerbasierte, eingebettete Systeme genützt werden, desto anspruchsvoller werden die Aufgaben von Anwendern, Systemverantwortlichen und Entwicklern, z. B. in Industrie 4.0, und Smart-Home-Anwendungen.

Schließlich sind hier technische, funktionale und IT-Sicherheit so stark vernetzt, dass sich diese drei Sicherheitsaspekte nicht mehr getrennt voneinander betrachten lassen.

Und das, obwohl die zugehörigen Aufgaben natürlich weiterhin von Spezialisten übernommen werden, die künftig ein Grundverständnis für die Arbeit des jeweiligen Kooperationspartners haben müssen.

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Mitarbeiterqualifizierung für die vernetzte Arbeitswelt

Dass Sicherheitsanforderungen aus drei Richtungen sich künftig immer mehr verschränken werden, muss natürlich auch in der Aus- und Weiterbildung berücksichtigt werden. Security, also die Sicherheit vor ungewollten Zugriffen von außen, wird gerade dann auch zu einem Teilaspekt für die funktionale Sicherheit.

Auch die technisch korrekte Ausführung klassischer Sicherheitsfunktionen, etwa in elektrischen Schutzeinrichtungen oder beim Betrieb von Robotern, ist dann stärker mit der IT-Sicherheit und der funktionalen Sicherheit vernetzt als bislang.

Kritisch ist derzeit noch, dass diese natürlich auf unterschiedlichen Anforderungs- und Normensystemen sowie Terminologien beruhen. Trotzdem fordert die bereits erwähnte Studie der Bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber eine systematische einschlägige Qualifizierung „nicht nur für die Träger von Aufgabenprofilen, die heute schon einen Bezug zur Automatisierung haben, sondern auch für viele andere industrielle, metalltechnische und elektrotechnische Ausbildungsberufe.“ Speziell für Elektrofachkräfte schlägt man vor, die Themen „Planen und Konfigurieren von IT­Systemen“, „Systematische Analyse von auftretenden Störungen und deren Behebung unter Einsatz von Experten- und Diagnosesystemen“, „Verstehen von Prozesssystemen“ sowie „Betreuung von Netzwerken/Cloudcomputing“ in die Qualifizierung für Industrie 4.0 einzubeziehen. Natürlich ist mit diesen Vorschlägen noch nicht fixiert, dass die genannten Inhalte künftig tatsächlich in genau dieser Form vermittelt werden. Zum Thema aber werden sie in irgendeiner Form ganz bestimmt.

 

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