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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Erfolg durch Gesundheit - Teil 1

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Von Martin Weyde,

„Erfolg durch Gesundheit“ hört sich doch eigentlich selbstverständlich an, oder nicht? Aber klingt dieser Slogan immer noch so selbstverständlich, wenn wir ihn nur geringfügig in „Unternehmenserfolg durch Gesundheitsschutz“ abwandeln? Und vor allem: Klingt er dann auch noch selbstverständlich für Ihren Chef?

Mit dieser Frage beschäftigte sich das erstmalig veranstaltete Forum „Gesunde Wirtschaft“ am 8. November 2012 in Hamburg, zu dem die Techniker Krankenkasse eingeladen hatte.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Stress und Burnout - Modeerscheinung oder reales Problem?“. Um diese Frage schon gleich vorab zu beantworten: Nein, Stress und Burnout sind keine Modeerscheinungen, sondern reale, beängstigend wachsende Probleme. Während Fehltage durch körperliche Erkrankungen seit 10 Jahren etwa gleichgeblieben sind, nehmen die Fehltage infolge psychischer Erkrankungen jedes Jahr um alarmierende 10 bis 15 Prozent zu.
Psychische Erkrankungen sorgen nicht nur für großes Leid bei den betroffenen Kollegen, sondern schädigen auch die Unternehmen in gewaltigem Ausmaß. Den gesetzlichen Vorgaben zum Trotz führen jedoch nur 10 bis 20 Prozent der deutschen Unternehmen Gefährdungsbeurteilungen für psychische Störungen durch.
Für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern veranschlagt der Psychiater Dr. Werner Kissling von der TU München die Kosten eines wirksamen Gesundheitsmanagements mit etwa 30.000 Euro. Dem stellt er als Basiswert die Kosten eines Fehltages mit 400 Euro gegenüber. Das Statistische Bundesamt ermittelte 2009 sogar 654 Euro für jeden Fehltag.

 

Laut AOK fallen durch psychische Erkrankungen jährlich 2 Fehltage pro Mitarbeiter an. Bei 1.000 Mitarbeitern entstehen dem Unternehmen dadurch also Kosten von 800.000 Euro. Gegenüber 30.000 Euro für ein wirksames Gesundheitsmanagement.
Diese Botschaft ist in vielen Führungsetagen noch nicht angekommen, und deshalb sind wirtschaftliche Argumente ein sinnvolles Mittel. Allerdings sind diese nicht leicht zu entwickeln, da sie von Ihren individuellen Gegebenheiten abhängen. Je nach Ausgangslage sollen für jeden investierten Euro zwischen 5 und 16 Euro zurückfließen.
Berücksichtigen Sie bei Ihren Überlegungen auch die folgenden Aspekte:

  • Psychische Erkrankungen führen im Durchschnitt zu 33 jährlichen Fehltagen.
  • Bevor eine psychische Erkrankung erkannt wird, machen betroffene Mitarbeiter 6-mal mehr Fehler als in gesundem Zustand, und ihre Produktivität wird jeden Monat um 2 Tage reduziert. Mitunter jahrelang.
  • Nur ein Viertel aller psychisch erkrankten Menschen befindet sich in ärztlicher Behandlung. Ohne Ihr Zutun bleiben also drei Viertel Ihrer betroffenen Mitarbeiter unbehandelt.

In Ihrer Argumentation gibt es viel zu bedenken, und mit den finanziellen Aspekten allein ist es auch nicht getan. Denn dass Mittel bereitgestellt werden, bedeutet ja noch lange nicht, dass alle Beteiligten der Sache gewachsen sind. Die Führungskräfte müssen Ihre Initiative auch verstehen und mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Können vorgehen.

 

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