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So schützen Sie die Augen Ihrer Mitarbeiter im Umgang mit Lasern

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Augenschutz
Urheber: Gerhard Seybert | Fotolia

Von Dr. Matthias Pfeffer,

Arbeiten Ihre Mitarbeiter mit Lasern, müssen Sie für den richtigen Arbeitsschutz sorgen. Wählen Sie die passenden Laserschutzbrillen. Die Checkliste zeigt Ihnen, was Sie bei der Anschaffung beachten sollten. Sorgen Sie außerdem dafür, dass die Brillen auch getragen werden!

Der Unterschied zwischen Laserschutz- und Laserjustierbrillen

Bevor Sie sich an die Checkliste machen, sollten Sie die unterschiedlichen Schutzbrillen für Laser kennen. Sogenannte Laserschutzbrillen sind für den Schutz der Augen gedacht, und zwar für bestimmte Wellenlängen im ultravioletten, infraroten oder sichtbaren Bereich. Der Schutz der Brillen besteht bei einer Lasereinstrahlung für mindestens 10 Sekunden.

Im Gegensatz dazu dienen Laserjustierbrillen nur zum Schutz vor sichtbarer Strahlung, und zwar in einem Wellenlängenbereich zwischen 400 und 700 Nanometern. Die Brillen schwächen die Laserstrahlung aber nur ab und werden genutzt, um die diffusen Reflexionen von Laserstrahlung zu beobachten.

Beide Brillenarten schützen die Augen Ihres Mitarbeiters beim Auftreffen eines Laserstrahls für mindestens 10 Sekunden bzw. 100 Pulse. Achten Sie aber darauf, dass die Laserschutzbrillen nach DIN EN 207 und die Laserjustierbrillen nach DIN EN 208 hergestellt wurden. Nur dann ist die genannte Schutzdauer garantiert. Aber auch dann bietet keine Schutzbrille einen Schutz bei dauernder Bestrahlung!

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Die Checkliste ist für beide Brillenarten geeignet:

  • Ist der Einsatz von Laserschutzbrillen überhaupt notwendig oder kann der Laser auch sicher gekapselt werden?
  • Haben Sie den Laserschutzbeauftragten einbezogen?
  • Haben Sie geprüft, welche Tätigkeiten Ihre Mitarbeiter am Laser durchführen: Arbeiten während Normalbetrieb, Justierungsarbeiten, Wartungsarbeiten, Service, Entwicklungsarbeiten im offenen Labor
  • Haben Sie die notwendige Schutzstufe der Laserschutzbrille nach den oben angekreuzten Tätigkeiten bestimmt?
  • Haben Sie Ihre betroffenen Mitarbeiter in den Auswahlprozess der Schutzbrillen einbezogen?
  • Haben Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend unterwiesen und die Benutzung der Schutzbrillen geschult?
  • Wurden die Schutzbrillen individuell angepasst, z. B. an Fehlsichtigkeiten?
  • Haben Sie darauf geachtet, dass die von Ihnen ausgewählten Schutzbrillen die CE-Kennzeichnung tragen?
  • Sind die betroffenen Arbeitsplätze entsprechend gekennzeichnet und das Tragen einer Schutzbrille verpflichtend deutlich gemacht?
  • Haben Sie geprüft, ob ein zusätzlicher UV-Schirm zum Schutz des Gesichtes notwendig ist?
  • Haben Sie bei der Auswahl der Schutzbrillen auch den Tragekomfort berücksichtigt? 
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