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Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

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Gefährdungsbeurteilung: Lärm am Arbeitsplatz

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Von Martin Weyde,

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten werden allmählich komplettiert, einige fehlen allerdings noch. So soll die neue ASR A3.7 „Lärm“ frühestens Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.

Akustische Gefährdungen am Arbeitsplatz stehen im Mittelpunkt der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV). Denn Lärm kann unser Gehör schädigen – ab 85 Dezibel bei langfristiger und 120 bei kurzfristiger Einwirkung. Und wer schlecht hört, der lebt gefährlich, denn an schwerhörigen Menschen gehen auch akustische Warnsignale vorbei.
Eine Gefährdungsbeurteilung zum Lärm kann nicht jeder durchführen. Nur fachkundige Personen dürfen Lärm am Arbeitsplatz messen. Dafür benötigen Sie geeignete Lärmmessgeräte und müssen wissen, wie Sie diese richtig bedienen, denn bei den Messungen müssen Fehler ausgeschlossen sein. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie am besten vorgehen sollen, dann wenden Sie sich an Ihre BG. Die Berufsgenossenschaften führen auch selbst Lärmmessungen an Arbeitsplätzen durch.
Ab 85 Dezibel ist ein Gehörschutz Pflicht. Aber Sie müssen nach dem TOP-Prinzip vorgehen: Bevor Sie Ihren Kollegen einen Gehörschutz verpassen, müssen Sie zunächst alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Lärm zu vermindern. So lässt sich zum Beispiel in der holzverarbeitenden Industrie der Lärm einer Kreissäge durch geräuschgeminderte Sägeblätter herunterdrehen.

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In gewerblichen Bereichen muss der Arbeitgeber schon bei der Anschaffung von Maschinen an die zu erwartenden Geräuschemissionen denken. Die Hersteller sind dazu verpflichtet, entsprechende Angaben zu veröffentlichen, zum Beispiel in ihren technischen Datenblättern, Betriebsanleitungen oder Prospekten. Bei besonders lauten Maschinen ist diese Angabe sogar außen an der Maschine angebracht. Grundsätzlich gilt: Die Maschine mit dem niedrigeren Schallleistungspegel ist die bessere Maschine.
Kennzeichnen Sie Bereiche, in denen 85 Dezibel überschritten werden. Trennen Sie Arbeitsplätze mit hoher Lärmbelastung von anderen und sorgen Sie dafür, dass Lärmpausen eingehalten werden. Wenn eine räumliche Trennung unmöglich ist, dann trennen Sie die lärmintensiven Arbeiten zeitlich.
Oft geht es bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung aber gar nicht um extreme Lärmbelastung, denn auch die Arbeit in Großraumbüros oder in der Nähe ständig laufender Drucker oder Kopierer kann buchstäblich nervtötend sein und zu Stress führen.
Wenn Ihre Kollegen konzentriert arbeiten müssen, dann sorgen bereits dauerhafte 55 Dezibel für Verspannungen und eine erhöhte Herzfrequenz. Und die schafft locker ein so alltägliches Gerät wie ein Fernseher in Zimmerlautstärke.

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