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Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

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Gefährdungsbeurteilung Lärm – so gelingt es Ihnen mühelos

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Lärm
Urheber: Jürgen Fälchle | Fotolia

Von Holger Kück ,

Hinsichtlich des Umgangs mit Lärm müssen Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen. Das schreibt nicht nur die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vor. Nachfolgend erfahren Sie kompakt und übersichtlich, wie Sie vorgehen, um rechtskonform zu handeln.

Wenden Sie die Technischen Regeln für Lärm an

Bereits seit Anfang 2010 gibt es für den Bereich der Lärmprävention am Arbeitsplatz die „Technischen Regeln Lärm“ (TRLV Lärm). Doch immer wieder stelle ich in Gesprächen mit Kunden und Kollegen fest, dass diese nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Haben Sie die „TRLV Lärm“ schon einmal gelesen?

Diese Regeln dienen der Umsetzung der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung und gliedern sich in vier Teile:

Teil 0: Allgemeine Vorgaben zum Thema Lärm am Arbeitsplatz

Teil 1: Beurteilung der Gefährdung durch Lärm

Teil 2: Messung von Lärm

Teil 3: Lärmschutzmaßnahmen

Zwar besteht einerseits keine rechtliche Verpflichtung, die vier Teile der „TRLV Lärm“ anzuwenden, aber sie sind Stand der Technik! Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber daher davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Bei deren Anwendung dürfen Sie für Ihren Betrieb die allseits bekannte Umkehrvermutung in Anspruch nehmen. Die Anwendung der „TRLV Lärm“ schützt Sie also vor späteren Regressforderungen aus unsachgemäßem Lärmschutz.

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Gefährdungsbeurteilung erforderlich

Die „TRLV Lärm“ konkretisiert die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung, zu deren Erstellung der Unternehmer nicht nur nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung verpflichtet ist. Sie müssen diese Gefährdungsbeurteilung für Ihr Unternehmen erstmals vor der Aufnahme einer möglichen lärmintensiven Tätigkeit durchführen. Außerdem müssen Sie auch bei einer Änderung der Lärmexposition beispielsweise aktiv werden. TRLV Lärm Teil 1 Nummer 3.1 Abs. 4 konkretisiert die möglichen Anlässe für eine Gefährdungsbeurteilung.

Lassen Sie sich unterstützen

Die Gefährdungsbeurteilung kann das Messen von Lärm, also Schalldruckpegeln, notwendig machen. Aber nicht jeder kann messen und nicht jedes Messgerät ist dazu geeignet. Um den Anforderungen der TRLV Lärm Teil 2 zu genügen, muss die messende und bewertende Person über dafür notwendige Qualifikationen verfügen. Diese theoretischen und praktischen Kenntnisse kann man in Seminaren bei der Berufsgenossenschaft oder einem privaten Anbieter erwerben.

Für die richtige Messung benötigen Sie auch das richtige Messgerät. Bereits ab ca. 20 € können Sie im Internet Lärmpegelmesser kaufen. Doch diese Geräte helfen Ihnen bei der Gefährdungsbeurteilung nicht weiter, denn sie sind nicht besser als Handy-Apps (s. o.). Sie benötigen in der Regel ein Klasse-1-, mindestens jedoch ein Klasse-2-Messgerät. Das Gerät muss kalibriert werden können und unterliegt noch weiteren Anforderungen.

Auch diese beschreibt die TRLV Lärm. Ein geeignetes Klasse-1-Messgerät kostet meist mehrere tausend Euro.

Am Ende steht der Messbericht und auch dieser muss rechnerisch und bewertend richtig sein.

Den Umgang mit dem richtigen Messgerät, die Messmethoden, die Bewertung sowie Dokumentation der Ergebnisse können Sie in Seminaren erlernen, um rechtskonform zu handeln. 

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