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OECD-Gesundheitsbericht: Deutsche sind sehr oft im Krankenhaus

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Von Martin Weyde,

Im alten China bezahlten die Patienten ihre Ärzte dafür, dass sie nicht krank wurden. Wenn sie – trotz aller Bemühungen ihrer Ärzte – doch erkrankten, dann bekamen diese kein Geld mehr. Das fühlt sich einerseits ungewohnt und andererseits logisch an.

Heute ist dieses Verfahren aber selbst in China in Vergessenheit geraten. Viele Ärzte sind zugleich geschickte Kaufleute, denn schließlich ist das Gesundheitswesen auch ein überaus lukratives Geschäft. Aber das ist nicht die einzige Erklärung, warum wir Deutsche sehr oft im Krankenhaus sind.
Der OECD-Gesundheitsbericht „Health at a Glance 2013“ hat festgestellt, warum wir Deutsche uns öfter als andere ins Krankenhaus begeben:

  • Wir sind flächendeckend und weitreichend medizinisch versorgt.
  • Wir werden immer älter.
  • Wir lassen uns häufiger als jede andere Nation operieren.

In den Mitgliedstaaten der OECD halten sich nur die Österreicher öfter als wir im Krankenhaus auf: Pro 1.000 Einwohner kamen sie 2011 auf 273 und wir auf 244 Mal – aber zum Beispiel die Niederländer nur auf 122 und die Kanadier sogar nur auf 82 Mal.
Die OECD-Mitgliedstaaten geben im Durchschnitt 9,3 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Gesundheit aus. Deutschland liegt hier mit 11,3 Prozent auf Platz 4 – das Angebot an fortschrittlicher Technik, Infrastruktur und Personal in der medizinischen Versorgung ist bei uns sehr groß.

 

Dazu gehören auch Krankenhausbetten. Deren Zahl ist zwar in den meisten OECD-Staaten über die letzten zehn Jahre zurückgegangen, liegt aber in Deutschland mit acht Betten auf 1.000 Einwohner immer noch weit über dem Durchschnitt – nur Japan und Korea haben mehr Betten. In Deutschland muss kaum jemand lange auf sein Bett und seine OP warten.
Eine große Rolle spielt auch unsere überalterte Gesellschaft: Nur in Japan ist der Bevölkerungsanteil älterer Menschen größer als in Deutschland, und zwar sowohl in der Altersgruppe über 65 als auch in der über 80 Jahre. Da überrascht es nicht, dass Deutschland im OECD-Vergleich bei Operationen von Herzerkrankungen sowie von Hüft- und Kniegelenken ganz vorne zu finden ist.
Allerdings fördert der Gesundheitsbericht auch überraschende Unterschiede innerhalb Deutschlands zutage. So gibt es Regionen, in denen dreieinhalb Mal so viele künstliche Kniegelenke implantiert werden wie in anderen. An Bypässen werden in Spitzenregionen sogar acht Mal so viele wie in anderen gelegt.
An medizinische Notwendigkeit, die sich aus den Bedürfnissen der ortsansässigen Bevölkerung ergibt, mag man angesichts so großer Unterschiede nicht recht glauben. Natürlich kann die Qualität spezialisierter Kliniken für regionale Konzentration sorgen – aber ebenso auch die Qualität des Marketings und Verkaufs einzelner Ärzte und Krankenhäuser.
Da können wir als Patienten nur hoffen, dass uns die Verkäufer nicht mehr versprechen, als die Mediziner halten. Der Gesundheitsbericht „Health at a Glance 2013“ wertet auf 213 Seiten die Daten von 34 OECD-Mitgliedern und sechs weiteren Staaten aus und steht auf oecd.org/health als PDF zur Verfügung.

 

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