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Leasing: Rechnen Sie mal gut durch

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Von Midia Nuri,

Gleich vorweg: Ja, es kann durchaus sein, dass ein Kauf Sie günstiger zu stehen kommt als Leasing.

 

Denn natürlich ist für Ihr Unternehmen von Vorteil, dass Leasing Ihre Eigenkapitalquote und Liquidität schont. Außerdem haben Sie durch diese Finanzierungsform Steuervorteile. Aber natürlich können Sie auch beim Kauf Steuervorteile mitnehmen. Daher sollten Sie Ihre Entscheidung für oder gegen Leasing am besten mal bis zum Ende durchrechnen. Dann erweist sich Leasing im Einzelfall womöglich als gar nicht so attraktiv wie gedacht.

Und das ist auch logisch: Schließlich will jede Leasinggesellschaft natürlich auch Geld verdienen. Das bezahlen Sie als Leasingnehmer:

  • die Miete für das geleaste Fahrzeug, Firmengebäude oder Ihre Maschine,
  • die Verwaltungskosten der Leasinggesellschaft sowie
  • eine Gewinnmarge.

Rein preislich stehen Sie also immer am besten da, wenn Sie bar zahlen können.

Leasing im Vergleich mit zwei Finanzierungsalternativen

Doch auch, wenn Sie in jedem Fall finanzieren müssen, kann Leasing vergleichsweise teuer abschneiden, wie das folgende Beispiel zeigt. Verglichen werden drei Finanzierungen eines Mercedes-Benz der E-Klasse zu einem Kaufpreis von 38.850 € plus Umsatzsteuer: ein Leasingangebot sowie eine Kreditfinanzierung und die Plus-3-Finanzierung, beide von der DaimlerChrysler-Bank angeboten. Zugrundegelegt sind eine Laufzeit von 36 Monaten und eine Laufleistung von 60.000 Kilometer.

Beispielrechnung im Detail:

Bei den monatlichen Belastungen steht das Leasingangebot ausgesprochen gut da: Mit 416,40 € monatlich ist es deutlich günstiger als die Finanzierung mit 1.120,91. Die Plus-3-Finanzierung liegt mit 605,39 € zwar deutlich unter dem regulären Darlehen, sieht aber eine Schlussrate von 20.202 € vor.

Beim Leasing stehen Sie mit einem Gesamtaufwand von 22.760 € deutlich günstiger da als bei den beiden anderen Finanzierungsvarianten. Diese schlagen mit 42.217 € beziehungsweise 43.860 € zu Buche. Aber: Beim Leasing haben Sie Ihr Auto nur gemietet. Zum Ende der Laufzeit besitzen Sie also kein Auto mehr. Auch wenn Sie sich natürlich ein neues aussuchen können.

 

Kalkulieren Sie dies ein – und zwar mit einem kalkulierten Restwert von 50 Prozent nach 3 Jahren, den Sie erzielen, wenn Sie Ihr Auto verkaufen oder rechnerisch gesehen sparen, wenn Sie Ihr Auto weiter selbst nutzen. Keine Sorge: Die 50 % sind vorsichtig gerechnet. In aller Regel erzielen Sie nach 3 Jahren mehr. Und dann sieht die Sache schon ganz anders aus:

Kostenvergleich im Überblick

1. Leasing2. Finanzierung 3. Plus-3-Finanzierung
Kaufpreis46.232,00 €46.232,00 €
50 % Wiederverkaufserlös 0,00 € 23.116 €23.116 €
Finanzierungskosten22.760 € 19.101 € 20.744,00 €
Gesamtkosten 22.760 € 42.217 € 43.860 €
Differenz zum Leasing -- € 3.659 € 2.016 €

Steuern sparen können Sie auch mit einer Kreditfinanzierung

Zwar können Sie Leasingraten und Leasingsonderzahlung steuerlich als Aufwand verbuchen. Und gerade wenn die Anschaffung mit weiteren geplanten Anschaffungen Ihres Unternehmens konkurriert, kann es durchaus richtig sein, die Leasingvariante zu wählen. Doch auch bei kreditfinanzierten Anschaffungen können Sie Ihre Steuerlast senken: mit Ansparabschreibung, degressiver Abschreibung und Sonderabschreibung von bis zu 20 Prozent.

Tipp: Zugreifen sollten Sie bei einer 0-%-Finanzierung. Mit ihr sparen Sie besonders viel. Voraussetzung: Ihnen werden dieselben Rabatte gewährt, wie bei Barzahlung.

Checkliste: Die Vor- und Nachteile des Leasings im Überblick

Vorteile:

  • Liquiditätsschonende Investition
  • Feste Kalkulationsgrundlage, da die Leasingraten bei Vertragsabschluss festgeschrieben werden.
  • Pay as you earn: Leasingraten sind monatlich wiederkehrende Zahlungen, die erst ab Nutzung des Leasingobjektes anfallen und sich deshalb aus den Erträgen erwirtschaften lassen.
  • Herstellerunabhängiger Kauf, da Sie an keinen Hersteller gebunden sind.
  • Sie können Barzahlervorteile nutzen, z. B. eventuell gewährte Rabatte.
  • Leasing zeichnet sich durch die Möglichkeit einer individuellen Vertragsgestaltung aus.
  • Bilanzneutralität und die Eigenkapitalquote schonende Investition
  • Reduzierter Verwaltungsaufwand, da Sie sich um den späteren Verkauf nicht kümmern müssen. Zudem sind Fullservice-Verträge (inkl. Wartung) möglich.
  • Mit Leasing nutzen Sie immer die aktuellste Technologie.

Nachteile:

  • Als Leasingnehmer sind Sie nicht der Eigentümer des Wirtschaftsguts und können dieses auch nicht verkaufen oder als Sicherheit für einen Kredit einsetzen.
  • Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Leasingvertrag ist meist nicht oder nur zu hohen Kosten möglich.
  • Sie tragen bei bestimmten Verträgen das Restwertrisiko. Das heißt, Sie müssen das Leasingunternehmen entschädigen, falls dieses den kalkulierten Restwert des Wirtschaftsguts bei einem späteren Verkauf nicht erzielt.
  • Im Vergleich zum klassischen Bankkredit ist Leasing meist teurer.

 

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