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Neues Mutterschutzgesetz 2017: Damit müssen Sie rechnen

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Urheber: contrastwerkstatt | Fotolia

Von Angelika Rodatus,

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) wurde 1952 verabschiedet und ist bisher nur in wenigen Bereichen geändert worden. Nun wurde ein Gesetzesentwurf mit Änderungen und Ergänzungen zum Mutterschutz im Bundeskabinett verabschiedet und tritt am 01.01.17 in Kraft. Der Bundestag muss der Reform noch zustimmen.

Folgende Änderungen kommen 2017 auf Sie zu

Stimmt der Bundestag zu, tritt das neue Mutterschutzgesetz am 01.01.2017 in Kraft. Mit dem Gesetz soll der bestmögliche Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen gewährleistet werden.

Längere Schutzfristen bei behinderten Kindern

Die nachgeburtliche Schutzfrist für Mütter, die ein behindertes Kind auf die Welt bringen, wurde vom Gesetzgeber von 8 auf 12 Wochen verlängert, um den besonderen körperlichen und psychischen Belastungen, die mit der Geburt für Mütter häufig verbunden sind, gerecht zu werden. Hinzu kommt der höhere Pflegebedarf von behinderten Kindern.

Kündigungsschutz bei Fehlgeburten

Frauen, die nach der 12. Woche eine Fehlgeburt erleiden, können sich auf einen 4-monatigen Kündigungsschutz stützen.

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Anpassung des Arbeitsplatzes

Jenseits der Schutzfristen können die Mütter auf ihr Recht auf Beschäftigung pochen. Sie auf Arbeitgeberseite dürfen kein Arbeitsverbot gegen den Willen der Schwangeren mehr aussprechen. Damit Sie eventuelle Gefährdungen ausschließen, sind Sie verpflichtet, zuerst den Arbeitsplatz umzugestalten und danach einen Wechsel des Arbeitsplatzes anzubieten. Erst wenn beide Maßnahmen keinen Erfolg bringen, können Sie ein vorgezogenes Beschäftigungsverbot aussprechen.

Sonntagsarbeit

Schwangeren Frauen ist es nach dem neuen MuSchG erlaubt, auch sonntags zu arbeiten, wenn sie das ausdrücklich wünschen. Nachtarbeit bleibt weiterhin verboten.

Schülerinnen und Studentinnen

Schülerinnen und Studentinnen genießen mit dem neuen Gesetz ebenfalls Mutterschutz. Sie müssen beispielsweise während der Schwangerschaft keine Prüfungen absolvieren, wenn sie das nicht möchten.

Tipp: Den Entwurf für das Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts können Sie hier herunterladen.

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