Was Sie in Elternzeit und Mutterschutz zu beachten haben

So schön die Nachricht auch ist, wenn eine Ihrer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter Nachwuchs erwartet… Für Ihr Unternehmen und hier insbesondere für Ihre Lohn- und Gehaltsbuchhaltung  bedeutet dies jede Menge offene Fragen, Ungewissheit und nicht zuletzt viel Arbeit.

Wer hat Anrecht auf Elternzeit und Mutterschutz?

Für Schwangere und werdende Mütter sorgen die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) dafür, dass sie und ihre (ungeborenen) Kinder unter einem besonderen Schutz stehen und sich der Arbeitgeber daran auch hält. Dies gilt ausnahmslos für alle werdenden Mütter, die eine feste Anstellung haben,  d. h. also auch für Teilzeitkräfte, Azubis und auch fest angestellte Mitarbeiterinnen, die von zuhause aus arbeiten.

Wann muss der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert werden

Wann eine Arbeitnehmerin ihrem Arbeitgeber mitteilt, dass sie schwanger ist, ist im Großen und Ganzen ihr überlassen, es besteht keine Mitteilungspflicht. Da Arbeitgeber die notwendigen Schutzvorschriften jedoch erst dann einleiten können, wenn sie auch Kenntnis über die Schwangerschaft erhalten, sollten werdende Mütter mit dieser Information nicht allzu lange warten.

Sobald der Arbeitgeber Kenntnis über die Schwangerschaft erhält, ist er verpflichtet, das Gewerbeaufsichtsamt oder den staatlichen Arbeitsschutz zu informieren.

Möchte die Arbeitnehmerin in Elternzeit gehen, kann sie dies direkt in Anschluss an den Mutterschutz tun. Vorausgesetzt, dies wurde sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit schriftlich beantragt. Dabei muss der Arbeitnehmer für die ersten zwei Jahre verbindlich festlegen, wann und wie lange die Elternzeit dauern soll. Der Antrag ist schriftlich zu stellen.

Dauer von Elternzeit und Mutterschutz

Der Mutterschutz beginnt, sobald der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfahren hat. 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt dürfen Sie Arbeitnehmerinnen nicht beschäftigen. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist nach der Geburt sogar auf 12 Wochen. Die Elternzeit ist auf drei Jahre begrenzt.

Zahlung der Gehälter während Elternzeit und Mutterschutz

Während des Mutterschutzes zahlt die gesetzliche Krankenversicherung das sog. Mutterschaftsgeld in Höhe von 13 Euro pro Kalendertag. Lag der Nettolohn der letzten drei Kalendermonate vor Beginn des Mutterschutzes über diesem Betrag, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen.

Solange sich ein Elternteil in Elternzeit befindet, ruht das Arbeitsverhältnis, entsprechend erhält das Elternteil in diesem Zeitraum auch kein Arbeitsentgelt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, für maximal 14 Monate das staatliche Elterngeld  als Lohnersatzleistung zu beantragen.

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