Kein Pardon beim Brandschutz im Unternehmen

Immer wenn spektakuläre Brände mit horrenden Sach- und Personenschaden in Hochhäusern, Discotheken und Fabriken durch die Medien gehen, wird uns klar, welch existenzielle Gefahren bei einer Vernachlässigung des Brandschutzes drohen. Schon kleine Nachlässigkeiten können verheerende Folgen haben und das für Unternehmen aller Größenklassen. Neben den persönlichen Schicksalen, die dahinter stehen, drohen auch hohe finanzielle Verluste, die Unternehmen bis in die Insolvenz führen können.

Diese Maßnahmen zum Brandschutz sollten in keinem Unternehmen fehlen

Zwar können Schäden durch die Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung abgesichert werden, doch auch die können die Langzeitschäden nicht komplett auffangen. So zieht der Brand eines Unternehmens häufig straf- oder/und zivilrechtliche Verfahren, einen Verlust von Vertrauen und eine Schädigung des Rufes nach sich.

Der Abschluss einer Versicherung ist an hohe Anforderungen geknüpft, die das Unternehmen erfüllen muss, bzw. senkt es die Prämienzahlungen deutlich, wenn bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.

Brandschutz ist Chefsache

Als Arbeitgeber haben Sie arbeitsschutzrechtliche Pflichten einzuhalten, z. B. im Rahmen des abwehrenden Schutzes vor Bränden. So unterrichten Sie Ihre Mitarbeiter über Maßnahmen zur Ersten Hilfe, zur Brandbekämpfung und zur Evakuierung.

Gerade Inhaber, bzw. Geschäftsführer größerer Unternehmen delegieren die komplexen Aufgabenstellungen zum Brandschutz häufig an einen in- oder externen Brandschutzbeauftragten, der u.a. dafür sorgt, dass die notwendigen Maßnahmen auch durchgeführt  und den Verpflichten nachgekommen wird. Hier ist insbesondere der vorbeugende Schutz vor Bränden angesiedelt. Also alle Maßnahmen, die die Brandgefahr im Vorfeld vermeiden oder verringern.

Der vorbeugende Brandschutz beginnt bereits beim Baurecht. Die Bundesländer haben in ihren Bauordnungen Mindeststandards vorgegeben, die dafür sorgen, dass die Voraussetzungen für eine wirksame Brandbekämpfung gegeben sind. Für viele Gebäude, u. a. auch bei Industrieanlagen ist der Bauherr verpflichtet, ein Brandschutzkonzept vorzulegen. Besonders strenge Vorschriften gelten für Gebäude, die von beschränkt bewegungsfähigen Personen genutzt werden, wie Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten etc. Sie müssen besondere Auflagen erfüllen, damit diese Personen im Brandfall von Helfern rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden können.

Für den Brandschutz ist doch die Feuerwehr zuständig…

Auch wenn die abwehrenden Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um das Feuer zu löschen und Folgeschäden zu minimieren, Aufgabe der Feuerwehr sind, müssen auch Unternehmen hier tätig werden.

So ist es unumgänglich, alle Personen, die sich regelmäßig im Gebäude aufhalten, mit dem Gebrauch der vorhandenen Feuerlöscher vertraut zu machen und sie über deren Standorte zu informieren. Die Kennzeichnung der vorhandenen Fluchtwege und die Information aller Mitarbeiter und sonstigen anwesenden Personen im Gebäude, ist elementar wichtig, um Folgen eines Brandes abzuschwächen.

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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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