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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Alarmieren Sie richtig

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Von Martin Weyde,

Wenn es bei Ihnen brennt, dann müssen es die Menschen mitbekommen, die sich in der Nähe aufhalten, damit sie sich in Sicherheit bringen können. In Arbeitsstätten ist der Arbeitgeber verpflichtet, seine Beschäftigten unverzüglich zu warnen und aufzufordern, den Gefahrenbereich zu verlassen.

Sprachalarmanlagen – kurz SAA – sind allen anderen Maßnahmen gegenüber im Vorteil, denn

  • sie sind unendlich flexibel, weil sie ihre Botschaft in Worten überbringen,
  • und sie treten als einzige Alarmierung mit menschlicher Stimme auf – schaffen also Vertrauen und wirken dadurch beruhigender und nachdrücklicher als pure Technik.

Weil viel falsch gemacht werden kann, wenn SAA geplant, montiert und instandgehalten werden, gibt es die DIN 14675. Die verlangt von Mitarbeitern, die für Sprachalarmanlagen verantwortlich sind, zertifizierte Fachkenntnisse. Entsprechend umfangreich ist der Fragenkatalog zur Prüfung der dafür verantwortlichen Person.
Darum geht es hier nicht, sondern nur um einige Aspekte, die für Sie als Unternehmer oder SiFa interessant sein können, wenn Sie eine SAA richtig einsetzen wollen.
Im Brandschutz gilt zur Alarmierung das 3-Säulen-Prinzip „Akustik – Optik – Sprache“. Auf alle drei Säulen kommt es an, aber die Sprache ist aus mehreren Gründen am wichtigsten, denn:

  1. Damit informieren Sie Ihre Kollegen unmissverständlich.
  2. Damit steuern Sie gezielt, wie sich Ihre Kollegen verhalten sollen, um sich in Sicherheit zu bringen.
  3. Damit vermeiden Sie eine Panik, weil Sie Ihre Kollegen „von Mensch zu Mensch“ ansprechen.
  4. Damit können Sie Ihre Informationen mehrsprachig übermitteln.
  5. Damit können Sie problemlos eine Übung oder einen Fehlalarm mitteilen.

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Einer der wichtigsten Aspekte ist die Raumakustik, denn manchmal stehen die Kollegen gleich um die Ecke, hören aber nicht, was man ihnen sagt – oder was ihnen die SAA sagt. Damit ist auch klar, dass Sie nicht alle Räume beschallen müssen, sondern nur die, in denen sich Ihre Kollegen aufhalten.
Sie können Ihre Kollegen zentral, semi-zentral oder verteilt beschallen, und meistens werden sich diese Wege vermischen:

  • Zentral beschallen Sie gerichtet von einer einzigen Quelle aus – das ist auch mit mehreren Lautsprechern möglich, die Sie übereinander anordnen. Problem: Auf entfernten Plätzen kann Ihre Botschaft unverständlich sein.
  • Semi-zentral setzen Sie ungerichtete Lautsprecher von verschiedenen Positionen aus ein. Damit sind Sie zwar auch an entfernten Stellen besser zu hören, aber Sie können sich auch leichter Echos einfangen.
  • Verteilte Beschallung ist aufwändig, aber damit erreichen Sie den ganzen Raum qualitativ gleichmäßig. Es sind zwar mehr Lautsprecher als sonst nötig, aber diese sind von der Richtung unabhängig und können in Lautstärke, Frequenz und Schalldruck individuell angepasst werden.

Und was sagen Sie Ihren Kollegen über die SAA? Was immer Sie sagen – sagen Sie es kurz, klar und verständlich. Zum Beispiel: „Bitte verlassen Sie das Gebäude umgehend über die nächsten Ausgänge.“ Oder: „Hohoho, das war nur ein Test.“

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