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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Brandgefährdung durch Gefahrstoffe

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Von Martin Weyde,

Um das Risiko eines Brandes einzustufen, wird zwischen normaler, erhöhter und hoher Brandgefährdung unterschieden. Dabei geht es in erster Linie darum, in welcher Umgebung und Menge Ihr Betrieb brennbare oder oxidierende Stoffe einsetzt und welche Zündquellen vorhanden sind.

 

Wenn es bei Ihnen nur geringe Mengen von Gefahrstoffen gibt, dann liegt eine normale Brandgefährdung vor. In diesem Fall müssen Sie folgende Grundpflichten erfüllen:

  • Ihr Betrieb muss über die vorgeschriebenen Flucht- und Rettungswege, Feuerlöscher und Brandmeldesysteme verfügen.
  • Ihre Kollegen müssen ihre Arbeitsplätze sauber halten und ausgetretene Gefahrstoffe und Gefahrstoffreste unverzüglich beseitigen.

Erhöhte Brandgefährdung ist ein mittlerer Bereich, der dadurch definiert ist, weder normale noch hohe Gefährdung zu bedeuten. Er bringt über die Pflichten bei normaler Gefährdung hinaus die folgenden mit sich:

  • Trennen Sie die Stoffe räumlich voneinander.
  • Installieren Sie eine Entrauchungsanlage.
  • Reduzieren Sie die Gefahrstoffmenge.
  • Führen Sie regelmäßig Evakuierungsübungen durch.
  • Sorgen Sie für Rauchverbote.
  • Verbieten Sie Alleinarbeit.

Hohe Brandgefährdung besteht, wenn es sich nicht um geringe Mengen von Gefahrstoffen handelt und die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ein Brand entsteht. Dies ist zum Beispiel in diesen Bereichen der Fall:

  • in chemischen und petrochemischen Anlagen
  • in holz-, metall- und gummiverarbeitenden Betrieben
  • in Druckereien, Lackierereien, Galvanisierbetrieben und Mühlen
  • in der Textilindustrie
  • in Reinigungsanlagen mit brennbaren Lösungsmitteln
  • auf Baustellen mit Feuerarbeiten
  • in größeren Gefahrstofflagern

 

 

Immer wenn es um brandfördernde, leichtentzündliche, hochentzündliche oder selbstentzündliche Gefahrstoffe in nicht nur geringer Menge geht, müssen Sie von einer hohen Gefährdung ausgehen. Bei hoher Gefährdung sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Erfüllen Sie alle Pflichten, die sich aus geringer und erhöhter Gefährdung ergeben.
  • Trennen Sie die Stoffe durch separate Bereiche oder Sicherheitsschränke voneinander.
  • Sorgen Sie für Leckagedetektoren.
  • Richten Sie eine flächendeckende oder objektbezogene Brandmeldeanlage mit Brandfallsteuerung und Alarmierung der Feuerwehr sowie eine Löschanlage ein.
  • Führen Sie Zutrittsregelungen ein.
  • Stellen Sie besondere Schutzeinrichtungen wie Fluchthauben, Rettungscontainer, Gelenkmasten und Langzeitatemschutz bereit.

Weitere Informationen finden Sie in der TRGS 800 „Brandschutzmaßnahmen“ und der TRBS 2152 „Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre“.

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