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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Brandschutz mit und ohne Flamme

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Von Martin Weyde,

Brandschutzzeichen gibt es schon seit den frühen Neunzigerjahren, sie stehen in der DIN 4844-2. Mit der DIN EN ISO 7010 vom Oktober 2012 sind die Brandschutzzeichen aber an europäische Normen angeglichen worden, und entsprechend erneuert stehen sie auch in der Technischen Regel ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“.

 

Dabei wurde ihnen vor allem ein Flammensymbol spendiert, aber auch einige neue Symbole unterscheiden sich erheblich von den alten. Durch die Flamme sollen sie bei Dunkelheit von den Erste-Hilfe-Zeichen unterschieden werden können, wenn bei langnachleuchtenden Zeichen nicht mehr erkennbar ist, ob sie einen roten oder grünen Hintergrund haben.
Damit wäre der Fall eigentlich klar: Die neuen Zeichen entsprechen dem Stand der Technik und sollen eingesetzt werden. Verpflichtend sei dies jedoch nicht, darauf hat der Bundesverband Technischer Brandschutz (bvfa) erst kürzlich hingewiesen.
Würden die alten Zeichen weiterhin verwendet, müsse mit der Gefährdungsbeurteilung ermittelt werden, ob sie nach ASR A1.3 (2007) weiterhin anwendbar sind. Anderenfalls sei es strafbar, sie einzusetzen, und vermischt werden dürften die alten mit den neuen Zeichen ohnehin nicht. Und nicht zuletzt müsse auch der Flucht- und Rettungsplan die Zeichen der Wirklichkeit entsprechend abbilden.

 

Besonders kleinen und mittleren Betrieben sei dieser Sachverhalt nicht klar. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie hat ermittelt, dass zwar die meisten Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern Gefährdungsbeurteilungen durchführen. Von den Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern sind es dagegen nur 41 Prozent.
Aber viele kleine Unternehmen – zum Beispiel Handwerksbetriebe – gehen regelmäßig mit brennbaren Stoffen um. Hier käme es also besonders auf korrekte Sicherheitskennzeichnung an.
Wenn es in einem Gebäude brenne, und der Arbeitgeber habe auf nötige Sicherheitsvorkehrungen verzichtet, handele er fahrlässig und mache sich strafbar. Darauf weist Michael Becker, Vorsitzender der RAL-Gütegemeinschaft Handbetätigte Geräte zur Brandbekämpfung, in der jüngsten Ausgabe der „BrandschutzKompakt“ des bvfa hin.
Früher sei nur vorsätzliches Handeln strafbar gewesen. Deshalb sei vielen nicht bewusst, dass der Arbeitgeber persönlich dafür verantwortlich ist, dass die Rettungswege ausreichend gekennzeichnet sind.
Becker würde sich einen Anhang zur ASR A1.3 wünschen, der es speziell kleinen und mittleren Betrieben erleichtert, die Materie besser zu durchschauen. Die Gefährdungsbeurteilung sei sehr komplex und könne nur von Fachleuten durchgeführt werden.

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