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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Feuerlöscher: Das müssen Ihre Kollegen wissen

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Von Martin Weyde,

Frage: Was muss ich meinen Kollegen über Feuerlöscher beibringen?

 

Antwort: Wenn Ihre Kollegen im Ernstfall Feuerlöscher bedienen müssen, dann ist Routine die wichtigste lebensrettende Maßnahme. Um regelmäßige Übungen kommen Sie also nicht herum. Was ein Feuerlöscher ist und welche Mittel sich darin und welche Angaben sich darauf befinden, können Sie ihnen aber auch per Handzettel vermitteln.
Hier geht es darum, was Ihre Kollegen zu Feuerlöschern als Grundwissen draufhaben müssen. Hinweise dazu, wie Ihre Kollegen Feuerlöscher richtig einsetzen, finden Sie unter So setzen Sie Feuerlöscher richtig ein.

In einem Feuerlöscher befindet sich ein Löschmittel, das durch gespeicherten Druck oder durch Treibgas ausgestoßen wird und einen Brand löscht, wenn es darauf gerichtet wird.
Allerdings können viele verschiedene Stoffe in Brand geraten, und deshalb werden Brände nach Brandklassen unterschieden, für die unterschiedliche Löschmittel zugelassen sind. In Feuerlöschern sind Pulver-, Wasser-, Schaum-, Kohlendioxid- oder Fettbrandlöscher enthalten:

A: Brände fester Stoffe

  • Beispiele: Autoreifen, Holz, Kohle, Papier, Stroh, Textilien
  • Löschmittel: ABC-Pulver, Wasser, Schaum

B: Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe

  • Beispiele: Äther, Alkohol, Benzin, Benzol, Fette, Harz, Kunststoffe, Lacke, Öle, Paraffin, Stearin, Teer, Wachs
  • Löschmittel: ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid, Schaum

C: Brände von Gasen

  • Beispiele: Acetylen, Butan, Erdgas, Methan, Propan, Wasserstoff
  • Löschmittel: ABC-Pulver, BC-Pulver

D: Brände von Metallen

  • Beispiele: Aluminium, Kalium, Lithium, Magnesium, Natrium
  • Löschmittel: Pulver

F: Brände von Speiseölen und Speisefetten

  • Löschmittel: Fettbrand

 

 

In Deutschland sind Feuerlöscher immer rot (RAL 3000) und besitzen ein Schriftfeld mit diesen Angaben:

  • der Bezeichnung „Feuerlöscher“
  • dem enthaltenen Löschmittel und der Nennfüllmenge
  • den Prüfobjekten, an denen der Löscher für die verschiedenen Brandklassen geprüft wurde
  • der Bedienungsanleitung in Wort und Bild, also beschrieben und in Piktogrammen
  • den Piktogrammen der Brandklassen
  • den Beschränkungen und Hinweisen auf Gefahren, besonders durch Gift oder Elektrizität
  • der Information, dass der Löscher nach Gebrauch neu gefüllt und in regelmäßigen Abständen geprüft werden muss
  • der Art des Treibgases, sofern welches enthalten ist
  • der Nummer und Kennzeichnung der Zulassung
  • der Typenbezeichnung des Herstellers
  • den Grenztemperaturen
  • dem Hinweis auf die DIN EN 3
  • dem Namen und der Anschrift des Herstellers

Nach Informationen des Bundesverbandes Technischer Brandschutz lassen sich 85 Prozent aller Brände mit einem einzigen Feuerlöscher löschen.

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