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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Neue VDI-Richtlinie zum Brandschutz an Entstaubungsanlagen

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Entstaubungsanlagen
Urheber: stefanbi1974 | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

In Schutzkonzepten für Entstaubungsanlagen steht der Schutz vor Bränden und Explosionen an oberster Stelle. Denn je nach Art der verarbeiteten Stäube besteht das Risiko, dass brennbare Staub-Luft-Gemische entstehen oder auf heißen Oberflächen abgelagerte Stäube zu Glimmbränden führen. Eine neue Richtlinie liefert Ihnen Hinweise zum Durchführen von Gefährdungsbeurteilungen und zum Auswählen von Schutzmaßnahmen.

Entstaubungssysteme sind an vielen Arbeitsplätzen eine bewährte technische Schutzmaßnahme, um gesundheitsschädliche Stäube in der Atemluft zu reduzieren. Durch eine Kombination von Lüfter, Filter, Absaug- und Abscheidevorrichtungen können unerwünschte Stäube oft schon nahe am Entstehungsort abgefangen werden.

Je nach Einsatzgebiet gibt es eine Vielzahl von Lösungen bis hin zu Nasswäschern und elektrostatischen Staubabscheidern. Aus gutem Grund finden sich Entstaubungsanlagen in vielen Unternehmen, in denen pulver- oder staubförmige Produkte verarbeitet oder bei Produktionsprozessen frei werden.

Dazu gehören Betriebe der Holz-, Kunststoff- und Metallverarbeitung, aber auch aus der Druckindustrie oder der Futter- und Lebensmittelbranche.

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Leider sind Stäube nicht nur gesundheitsrelevant. Von vielen Stoffen gehen Brand- und Explosionsgefahren aus, sobald sie in Staubform vorliegen. Staubexplosionen und Glimmbrände sind zu Recht gefürchtet und dies betrifft auch Anlagen zur Entstaubung. Denn oft ist auch bei ordnungsgemäßer Installation und bestimmungsgemäßer Verwendung nicht sicher auszuschließen, dass explosionsfähige Atmosphären entstehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn

  • es sich um Stäube leicht brennbarer Substanzen handelt,
  • sich die staubenden Substanzen zersetzen können oder
  • aus anderen Gründen brennbare Gemische aus Staub und Luft entstehen können.

Besonders tückisch ist in Entstaubungsanlagen und den damit verbundenen Rohrleitungen der stets herrschende Luftzug, der kleinste Glimmbrände immer wieder anfacht.

Mit diesen Gefahren von Staubbränden und Staubexplosionen befasst sich die Richtlinienreihe VDI 2263. Sie wird aktuell ergänzt durch eine neue Richtlinie VDI 2263 Blatt 6.1. Das Dokument liegt seit August unter dem Titel "Staubbrände und Staubexplosionen - Gefahren - Beurteilung - Schutzmaßnahmen - Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen - Beispiele" vor. Die Richtlinie wendet sich laut der herausgebenden VDI-Gesellschaft Energie und Keith Gregor Knüppel Umwelt (VDI-GEU) explizit nicht nur an die Hersteller, sondern auch an die Betreiber von Entstaubungsanlagen. Nutzen Sie diese aktuellen Informationen bezüglich des Stands der Technik für Ihre Gefährdungsbeurteilungen und das Planen und Umsetzen von Schutzkonzepten.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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