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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Praxistage Arbeitssicherheit: Tür zu - es brennt!

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Von Martin Weyde,

Es gibt Maßnahmen, die Sie und Ihre Kollegen ergreifen sollten, wenn ein Feuer ausbricht. Die sind allgemein bekannt. Über Maßnahmen, die nicht in jedem Lehrbuch stehen, klärte Karsten Bonnhoff die Teilnehmer der „Praxistage Arbeitssicherheit 2013“ auf.

 

Wenn es brennt, dann gilt „nach Lehrbuch“:

  • Rufen Sie die Feuerwehr.
  • Warnen Sie Ihre Kollegen.
  • Bringen Sie sich in Sicherheit.
  • Helfen Sie Ihren Kollegen.
  • Versuchen Sie zu löschen.
  • Benutzen Sie den Aufzug nicht.
  • Suchen Sie den Sammelplatz auf.
  • Stellen Sie fest, ob alle Kollegen vollzählig versammelt sind.
  • Nehmen Sie keine Jacken oder Wertsachen mit.

Karsten Bonnhoff empfiehlt, diese Grundregeln für den Brandfall um die folgenden Ratschläge zu ergänzen:
1. Bevor Sie irgendetwas unternehmen, verordnen Sie sich selbst eine Sekunde Bedenkzeit: Bleiben Sie ganz ruhig, denn Panik ist der schlechteste Ratgeber, den Sie finden können. Durch Ruhe geben Sie auch anderen Kollegen ein wichtiges Beispiel.
2. Wenn Sie die Feuerwehr rufen, dann machen Sie möglichst genaue Angaben. Es ist von großer Bedeutung, ob es tatsächlich brennt, oder ob der Alarm vielleicht nur auf verdächtigem Rauch beruht. Die Feuerwehr plant schon während der Fahrt zum Einsatzort, wie sie dort vorgehen wird.

 

3. Ganz wichtig: Schließen Sie unbedingt die Türen! Dieser Schritt wird leider oft übersehen. Dabei ist er die entscheidende Maßnahme, die das Feuer und vor allem den gefährlichen Brandrauch davon abhält, sich auszubreiten. Schon 3 bis 4 Atemzüge in verrauchter Umgebung reichen, und Sie verlieren das Bewusstsein.
4. Unternehmen Sie einen Löschversuch – aber bitte nur dann, wenn Sie genau wissen, was Sie tun. Theoretische Unterweisungen zum Brandschutz können praktische Übung nicht ersetzen, und daran fehlt es den meisten Mitarbeitern. Laien können nur kleine Brände erfolgreich bekämpfen, und schon die Einschätzung, ob es sich um einen kleinen Brand handelt, ist für Laien schwierig.
5. Sorgen Sie für eine hierarchische Notfallstruktur in Ihrem Betrieb. Der Brandschutzbeauftragte steuert als innerbetrieblicher Einsatzleiter alle Maßnahmen, bis die Feuerwehr eintrifft. Aber legen Sie auch die weiteren Mitarbeiter genau fest, die im Notfall Aufgaben übernehmen – vor allem, wer wem gegenüber weisungsbefugt ist. Orientieren Sie sich dabei am besten an den Strukturen, die auch bei der Feuerwehr oder bei technischen Hilfsdiensten üblich sind.
6. Und Rauchmelder sind zwar noch nicht in allen Bundesländern Pflicht, aber warten Sie nicht ab, bis es so weit ist. Kümmern Sie sich in eigener Regie darum, dass in Ihrem Betrieb überall Rauchmelder hängen. Sie sind die beste und preisgünstigste Investition in den Brandschutz, die zu haben ist.

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