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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Spraydosen für den Brandschutz

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Von Martin Weyde,

Feuerlöschspraydosen sind nicht dazu gedacht, die Feuerlöschgeräte in Ihrem Betrieb zu ersetzen. Aber sie können eine sinnvolle Ergänzung zum vorhandenen Brandschutzkonzept sein.

 

Bei Entstehungsbränden kommt es darauf an, dass Ihre Kollegen schnell dagegen vorgehen. Spraydosen hat jeder schon in der Hand gehalten und benutzt, und entsprechend niedrig ist die Hemmschwelle, sie auch einzusetzen, um einen Brand zu bekämpfen.

Die ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ beschreibt Entstehungsbrände als Brände mit so geringer Rauch- und Wärmeentwicklung, dass noch eine gefahrlose Annäherung von Personen möglich ist.
Dipl.-Ing. Bernhard Tschöpe vom AGBB Berlin e.V. weist darauf hin, in der Industrie seien Löschspraydosen zwar kein Ersatz für tragbare Feuerlöscher, aber trotz der vergleichsweise kleinen Menge von Löschmittel besäßen sie positive Löschwirkung.
Besonders dort, wo sich keine Personen aufhalten, die den Umgang mit Feuerlöschern beherrschen, sei die Spraydose vorteilhaft, so Tschöpe. Dies sei etwa in Kitas, Krankenhäusern und Altenheimen, aber auch in der Verwaltung und auf Einzelarbeitsplätzen wie zum Beispiel bei der Post der Fall.

 

Entsprechend sieht die Deutsche Post DHL zur Ausstattung ihrer Arbeitsstätten auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung inzwischen Feuerlöschspraydosen vor. Voraussetzung ist, dass diese über das GS-Zeichen und ein von einer dafür zugelassenen Materialprüfungsanstalt geprüftes Löschvermögen von mindestens 5A beziehungsweise einer Löscheinheit (LE) nach DIN EN 3 verfügen.
Der Werkfeuerwehrverband Deutschland e. V. (WFV-D) macht darauf aufmerksam, dass sich die Qualität der in Spraydosen enthaltenen Löschmittel stark unterscheidet. Deshalb empfiehlt auch der WFV-D, bei der Anschaffung von Löschspray Wert auf das GS-Zeichen zu legen, das die geprüfte Produktsicherheit dokumentiert.
Der Verband hält außerdem fest:

  • Der Schulungsaufwand ist für Spraydosen kleiner als für Feuerlöscher.
  • Sowohl Füllmenge als auch Behälterdruck und Auslösekraft sind bei Spraydosen geringer.
  • Während Feuerlöscher von -20 bis +60 °C einsetzbar sind, reicht dieses Fenster bei Spraydosen nur von -15 bis +50 °C.
  • Für Gas- und Metallbrände ist Spray derzeit noch ungeeignet.
  • Spraydosen sind derzeit maximal drei Jahre haltbar und nicht nachfüllbar, aber dafür wartungsfrei.

Der WFV-D merkt an, dass Kosten und Einsparungen sich die Waage halten dürften, da die Geräte zwar regelmäßig ersetzt werden müssen, aber dafür die Wartung entfällt.

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