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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Sprinkleranlagen: Brände erkennen, melden und löschen

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Von Martin Weyde,

Keine Investition in den Brandschutz kommt Ihr Unternehmen so teuer zu stehen wie ein Brand, den Sie nicht verhindern oder rechtzeitig bekämpfen können. Zu den größeren Investitionen in den vorbeugenden Brandschutz zählt auch die Einrichtung einer Sprinkleranlage.

 

Sprinkleranlagen sind Universalgenies: Sie können Brände selbsttätig erkennen, melden und löschen. Aber sie regen auch die Fantasie an – nicht nur von Rauchern, die sich nicht in ihre Nähe trauen. Um sie ranken sich diverse Mythen, die mit der Wirklichkeit nichts gemein haben, wie der Bundesverband Technischer Brandschutz anmerkt. Hier ist eine kleine Auswahl:

  1. Beim Brand springen alle Sprinkler an: Nein, das tun sie nicht. Sprinkler treten selektiv in Aktion, also tatsächlich nur dort, wo eine bestimmte Temperatur erreicht wird.
  2. Sprinkler verursachen große Wasserschäden: Nein, sie verursachen vergleichsweise geringe Wasserschäden. Wenn die Feuerwehr den Brand zu einem späteren Zeitpunkt löschen muss, dann kommen ganz andere Wassermengen zum Einsatz.
  3. Eine Sprinkleranlage ist überflüssig, wir haben ja Feuerlöscher: Nein, das hat nichts miteinander zu tun. Sprinkleranlagen schützen selbsttätig, flächendeckend und rund um die Uhr.
  4. Sprinkler springen schon an, wenn jemand in der Nähe raucht. Nein, das tun sie nicht. Dafür sind Rauchmelder da, Sprinkler hingegen reagieren auf Hitze.

 

 

Für Sprinkleranlagen gibt es viele Anwendungsbereiche – besonders deutlich sind ihre Vorteile in Hallen mit großer Grundfläche oder in besonders hohen Räumen. Diese Voraussetzungen sind häufig in Produktions- und Lagerbereichen, aber auch in Verkaufs- und Ausstellungsräumen gegeben. Doch auch in Abteilungen mit besonders sensiblen Einrichtungen wie Ihrer IT können Sie mit Sprinklern zum Beispiel sicherstellen, dass Entstehungsbrände gelöscht werden.
Sprinkler treten automatisch in Aktion, wenn eine bestimmte Raumtemperatur erreicht wird. Die Düsen in den Sprinklerköpfen, aus denen im Brandfall das Wasser kommt, sind durch Glasampullen verschlossen. In diesen Glasampullen befindet sich Flüssigkeit und eine Luftblase. Die Flüssigkeit dehnt sich bei einer bestimmten Temperatur aus und sprengt die Ampulle. Dadurch wird der Befehl „Wasser marsch!“ gegeben, denn das Wasser in der Anlage steht unter Druck.
Die Flüssigkeiten in den Ampullen haben unterschiedliche Farben und Auslösetemperaturen – die gängigsten sind: Orange bei 57, Rot bei 68, Gelb bei 79, Grün bei 93 und Blau bei 141 °C.
Für frostgefährdete Bereiche gibt es Trockenanlagen, in denen die Rohrsysteme mit Druckluft gefüllt sind. In diese fließt erst dann Wasser ein, wenn Ampullen durch ungewöhnlich hohe Temperaturen platzen.

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