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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig im Brandschutz?

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Brandschutz
Urheber: wsf-f | Fotolia

Von Peter Strohbach,

Wenn Sie eine Brandschutzordnung erstellt haben, gilt es, wie in vielen anderen Dingen auch, die Mitarbeiter im Brandschutz zu schulen. Nur so können Sie sicherstellen, dass sie sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. Denn ein Brand kann verheerende Schäden verursachen und ein tiefes Loch in den betrieblichen Geldbeutel reißen.

Insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen kommen Unterweisungen, nicht nur im Brandschutz, oftmals viel zu kurz. Viele Mitarbeiter haben sich noch nie oder nur oberflächlich mit diversen Themen des Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutzes auseinandergesetzt. Eine solche Vorgehensweise von Unternehmern ist verantwortungslos, fördert Unfälle und Katastrophen und verstößt zusätzlich noch gegen bestehendes Recht.

Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat ein Unternehmer seine Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Darunter fällt auch der Brandschutz.

Weiterhin hat der Arbeitgeber nach § 10 ArbSchG Mitarbeiter in der Brandbekämpfung, Evakuierung und Ersten Hilfe zu benennen und entsprechend zu schulen.

Das sollten Sie in jedem Fall kommunizieren

Es ist äußerst wichtig, dass Ihre Mitarbeiter lernen, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben und was sie zur Vermeidung oder Minimierung eines Brandes tun können. Dabei sollten Sie die ausgehängte Brandschutzordnung als Unterweisungsmaterial hinzuziehen, damit Ihre Mitarbeiter mit dem Dokument vertraut werden.

Zur Minimierung oder Vermeidung eines Brandes ist es wichtig, die Brandlast gering zu halten. Dazu sollten Sie Ihre Mitarbeiter anhalten, unnötige Gegenstände aus Fluren und Büroräumen zu entfernen. Dazu zählt z. B. das regelmäßige Entsorgen von Papier und Pappe. Weiterhin sind die Zündquellen möglichst zu entfernen. Insbesondere das Rauchen und offenes Feuer (z. B. Kerzen) haben an einem Arbeitsplatz nichts zu suchen.

Soll es in der Weihnachtszeit ein Gesteck sein, können Sie weniger gefährliche LED-Teelichter benutzen. Elektrogeräte, besonders die, die von zu Hause mitgebracht werden, können ebenfalls eine Brandgefahr durch einen unentdeckten Defekt darstellen. Alle elektronischen, ortsveränderlichen Geräte sollten daher regelmäßig von einer Elektrofachkraft auf deren einwandfreie Funktionalität geprüft werden.

Natürlich kann es, egal wie gut Ihr Betrieb aufgestellt ist, zu einem Brand kommen. Daher ist ein weiterer wichtiger Bestandteil die Einführung in die betrieblichen Löschmittel. Dabei sollten Sie Ihren Mitarbeitern sowohl die Standorte erläutern als auch die Funktionen erklären.

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Ergänzen Sie trockene Theorie mit praktischen Übungen

Es bietet sich daher an, die theoretische Unterweisung mit einer Löschübung zu verknüpfen. Bei einer Löschübung sollen die Mitarbeiter selber einen Löschversuch mit einem Feuerlöscher oder Wandhydranten durchführen.

Auf diese Weise können sie eine gewisse Routine und Vertrautheit bezüglich des Umgangs mit solchen Geräten gewinnen. Im Ernstfall steht nicht genug Zeit zur Verfügung, sich erst noch mit den Funktionen solcher Geräte auseinanderzusetzen. Es zählt jede Sekunde! Damit Ihre Mitarbeiter den Brand auf ein Minimum reduzieren können und nicht nur den gesamten Löscher ins Feuer werfen, empfiehlt es sich, eine solche Übung einzubinden. Als Übungsgeräte können Sie beispielsweise alte ausgemusterte Feuerlöscher verwenden. Achten Sie aber darauf, dass Sie Wasser- oder CO2-Löscher einsetzen.

Wasser stellt dabei die kostengünstigere Alternative dar. Pulver- oder Schaumlöscher sind aus Umweltschutzgründen und aus Gründen des anschließenden Reinigungsaufwands nicht zu empfehlen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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