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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Vorsorge für die Feuerwehr

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Von Martin Weyde,

Es gibt in Deutschland über 24.000 freiwillige Feuerwehren mit rund einer Million Mitgliedern. Diese kümmern sich um den Brandschutz von etwa 70 Prozent der Bevölkerung, da nur Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern oder kreisfreie Städte verpflichtet sind, eine Berufsfeuerwehr zu unterhalten. Denn die muss rund um die Uhr bereitstehen und verursacht entsprechende Kosten, die kleinere Gemeinden überfordern würden, wie der WDR berichtet.

 

Allerdings gibt es bis heute keine bundeseinheitliche arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, die speziell auf die Belastungen des Feuerwehrdienstes zugeschnitten ist, beklagt die DGUV.

Da Einsätze hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Feuerwehrleute stellen, hat die DGUV den „Fragebogen Information für die freiwillige gesundheitliche Selbsteinschätzung“ ausgearbeitet, mit dem jeder seinen Gesundheitszustand selbst überprüfen kann.
Außerdem empfiehlt die DGUV die „Entscheidungshilfe Eignung und Funktion in der Freiwilligen Feuerwehr" der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord), um die Vorschriften praktisch anzuwenden.
Wer ohne Einschränkung arbeitsfähig ist, der ist in der Regel auch einsatztauglich – so die DGUV in ihrem Fragebogen. Erhöhte Anforderungen seien jedoch etwa an Atemschutzträger, Taucher und Höhenretter zu stellen, für die auch entsprechende ärztliche Untersuchungen erforderlich seien.

 

Feuerwehrleute sollten sich einige für die körperliche Leistungsfähigkeit relevante Fragen stellen, zum Beispiel:

  • Kann ich Treppen über zwei Stockwerke zügig, ohne Unterbrechung und ohne Luftnot oder Schmerzen in der Brust bewältigen?
  • Leide ich an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Nervensystems, des Stoffwechsels oder des Bewegungsapparates?
  • Bin ich uneingeschränkt seh- und hörfähig?
  • Nehme ich regelmäßig mehr als zwei Medikamente, konsumiere ich Drogen oder bin ich Raucher?
  • Bin ich unsportlich oder übergewichtig?

Die Entscheidungshilfe der HFUK Nord ordnet die fachliche und gesundheitliche Eignung den Funktionen in der Freiwilligen Feuerwehr zu. Dabei wird nach Feuerwehrtauglichkeitsstufen A1, A2, B und C unterschieden – von uneingeschränkt über eingeschränkt geeignet bis ungeeignet.
Die Einsatztätigkeiten sind den Stufen A1 bis B zugeordnet, für den Einsatzdienst ungeeignete Kameraden der Stufe C können jedoch in Verwaltung und Logistik tätig sein.
Die Entscheidungshilfe informiert zum einen über die fachliche Aus- und Fortbildung. Zum anderen enthält sie die technischen Untersuchungen sowie die bewertungsrelevanten Kriterien, aus denen sich ergibt, wer für welche Funktionen in der Freiwilligen Feuerwehr gesundheitlich geeignet ist.

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