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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Zündquellen für Ihre Brandschutz-Unterweisung

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Von Martin Weyde,

Frage: Was müssen wir in einer Unterweisung zum Thema Zündquellen alles ansprechen?

 

Antwort: Zündquellen beschreibt die TRBS 2152 – Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre. Sie sind durch einen physikalischen, chemischen oder technischen Vorgang, Zustand oder Arbeitsablauf geeignet, eine explosionsfähige Atmosphäre zu entzünden.
Wenn Sie mit Ihren Kollegen über Zündquellen sprechen, dann fangen Sie ruhig mit dem bekannten Verbrennungsdreieck an: Brennstoff + Oxidationsmittel + Wärme = Feuer. Für die Wärme sorgt die Zündquelle und als Oxidationsmittel ist Sauerstoff vorhanden.
Die beiden Grundregeln, mit denen Ihre Kollegen verhindern, dass Brände entstehen, sind:

  1. Brennbares Material nicht gemeinsam mit Zündquellen lagern und
  2. Rauchen verboten!

Eine „gefährliche explosionsfähige Atmosphäre“ kann zum Beispiel ein Gas-Luft-Gemisch sein, das oft weder zu sehen ist noch sich durch Geruch bemerkbar macht. Dieses Gemisch kann durch eine Zündquelle zur Explosion gebracht werden. Dabei hängt es von der Zusammensetzung des Gemischs ab, ob zur Zündung ein Funke genügt oder hohe Temperaturen erforderlich sind.
In Teil 3 der TRBS 2152 geht es um die Vermeidung von Entzündungen. Dort ist zusammengestellt, was alles als Zündquelle gefährlich werden kann. Davon wird vermutlich nicht alles in Ihrem Betrieb vorkommen, aber Sie sollten unbedingt großen Wert darauf legen, in Ihrer Unterweisung nichts auszulassen, was es bei Ihnen gibt.
Am gefährlichsten sind unbekannte Zündquellen, die nicht offensichtlich sind. Auf offenes Feuer achtzugeben, funktioniert automatisch. Statische Aufladung dagegen ist eine unsichtbare Zündquelle, die sich im Ernstfall erst durch die Entzündung zu erkennen gibt, und dann ist es zu spät.

 

Die folgenden Zündquellen sollten Sie – je nachdem, ob sie bei Ihnen vorkommen – in Ihrer Unterweisung ansprechen:

  • heiße Oberflächen (Bsp. Rohrleitungen, Heizungen, Glühlampen, Kaffeemaschinen oder drehende Teile, die ungenügend geschmiert wurden),
  • offene Flammen (Bsp. Zigaretten, Feuerzeuge oder Schweißgeräte),
  • heiße Gase,
  • mechanisch erzeugte Funken (Bsp. Schleiffunken),
  • elektrische Anlagen (Bsp. Kurzschlüsse, defekte Leitungen, Steckdosen oder elektrische Funken durch Motoren),
  • elektrische Ausgleichsströme (Bsp. große elektrische Anlagen),
  • kathodischer Korrosionsschutz,
  • statische Elektrizität,
  • Blitzschlag,
  • bestimmte elektromagnetische Felder (Bsp. Handy oder andere Hochfrequenzanlagen),
  • bestimmte elektromagnetische Strahlung (Bsp. gebündeltes Sonnenlicht oder Laser),
  • ionisierende Strahlung (Bsp. UV-Strahler, Röntgenröhren oder Laser),
  • Ultraschall,
  • Adiabatische Kompression, Stoßwellen, strömende Gase (Bsp. Hochdruckgase in Rohrleitungen),
  • chemische Reaktionen (Bsp. Selbstentzündung von Stoffen).

In TRBS 2152-3 Kap. 5 sind für explosionsgefährdete Bereiche Zonen festgelegt, die vorgeben, welche Zündquellen von diesen Bereichen ferngehalten werden müssen.

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