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Gefahren durch elektrostatische Aufladung: Tipps für Ihre Unterweisung

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Urheber: demarco | Fotolia

Von Martin Weyde,

Frage: Wie sollte ich in einer Unterweisung zu Gefahren durch elektrostatische Aufladung vorgehen?

Antwort: Bauen Sie Ihre Unterweisung zu Gefahren durch elektrostatische Aufladung auf dem Verbrennungsdreieck auf. Es geht darum, entweder explosionsgefährliche Umgebung als Brennstoff oder elektrostatische Aufladung als Zündquelle zu vermeiden.
Stellen Sie in den Mittelpunkt Ihrer Unterweisung, dass elektrostatische Aufladung eine explosionsgefährliche Umgebung entzünden kann. Die TRBS 2153 „Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladung“ verlangt, dass Gegenstände und Einrichtungen in explosionsgefährdeten Bereichen nicht aufgeladen sind. Beginnen Sie mit den drei Explosionsschutzstufen.

  1. Primärer Explosionsschutz: Vermeiden Sie, dass eine explosionsgefährliche Umgebung entsteht, indem Sie Stoffe ersetzen oder die Konzentration dieser Stoffe steuern.
  2. Sekundärer Explosionsschutz: Vermeiden Sie die Gefahr einer Zündung, indem Sie Zündquellen von Bereichen mit explosionsgefährlicher Umgebung fernhalten.
  3. Tertiärer Explosionsschutz: Bauen Sie für den Ernstfall vor, indem Sie die Folgen einer Explosion vorhersehen und sich schon vorab darum bemühen, den zu erwartenden Schaden zu begrenzen.

In Ihrer Unterweisung geht es in erster Linie um sekundären Explosionsschutz. Der gestaltet sich im Fall elektrostatischer Aufladung, die als Zündquelle dienen kann, aber nicht so einfach, denn diese kommt im Alltag ständig und so gut wie überall vor, auch wenn wir gar nicht mit ihr rechnen.

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Statische Elektrizität besteht aus elektrischen Ladungen, die entstehen, wenn Stoffe mechanisch voneinander getrennt werden. Dabei kann es sich um feste oder flüssige Stoffe handeln. Elektrostatische Aufladung entsteht zum Beispiel, wenn Sie feste Stoffe aneinander reiben, zersplittern, zerreißen oder zerstäuben und Flüssigkeiten ausschütten oder verspritzen.
Mit den folgenden Maßnahmen können Ihre Kollegen dazu beitragen, Gefahren durch elektrostatische Aufladung zu vermeiden:

  • Sie verzichten nach Möglichkeit darauf, Stoffe mechanisch voneinander zu trennen.
  • Sie tragen antistatische Kleider und Schuhe und achten darauf, dass sie selbst geerdet sind.
  • Sie setzen nach Möglichkeit keine isolierenden, sondern leitfähige oder ableitfähige Gegenstände, Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe ein.
  • Sie achten darauf, dass leitfähige Teile geerdet sind.
  • Sie beschränken die Geschwindigkeit, mit der Stoffe in Behältern oder Leitungen bewegt werden.
  • Sie trennen Güter immer durch geerdete Teile.
  • Sie halten isolierende Oberflächen möglichst klein.
  • Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit - trockene Luft ist stärker aufgeladen.
  • Sie setzen Ionisierungseinrichtungen ein.
  • Sie benutzen Persönliche Schutzausrüstung.

Stellen Sie für diese Maßnahmen Beispiele aus dem Arbeitsumfeld Ihrer Kollegen zusammen. Und weisen Sie sie auf eine Gefahr hin, die nicht nur von einem Stromschlag, sondern auch von elektrostatischen Entladungen ausgeht: Sie können dadurch verunglücken, dass sie erschrecken und instinktive Bewegungen machen, um einem weiteren Schlag aus dem Weg zu gehen.

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