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Haben Sie die Anforderungen an Personen-Notsignal-Anlagen im Griff?

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Notalarm
Urheber: sdecoret | Fotolia

Von Sabine Kurz,

Gerade bei Elektroarbeiten benötigen Kollegen manchmal besondere Sicherheitsmaßnahmen, wenn sie kurzzeitig allein arbeiten müssen. Dann können Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) hilfreich sein – sofern sie, als lebenswichtige Meldeeinrichtungen, sorgfältig ausgewählt, betrieben und geprüft werden. Wir zeigen Ihnen, was Sie dabei beachten müssen.

Grundsätzlich sorgen zwar auch Sprechfunkgeräte oder ganz normale Handys für Sicherheit bei Alleinarbeiten, beispielsweise, wenn man regelmäßige zeitgesteuerte Kontrollanrufe einplant. Benötigt man aber einen umfassenden Schutz am Alleinarbeitsplatz, ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) zuverlässiger, die auch bei einer Stromunterbrechung oder einem Ausfall von Funknetzen funktioniert.

Wichtig! PNA dürfen nur verwendet werden, wenn ein hohes Schutzniveau für den allein arbeitenden Beschäftigten erreichbar ist. Dabei gilt: Beträgt die Zeit, die voraussichtlich bis zum Beginn von Hilfsmaßnahmen verstreicht, mehr als 15 Minuten, ist die Effektivität der Rettungskette nicht gewährleistet. Dann reichen auch PNA zum Schutz nicht aus, und der betroffene Beschäftigte darf nicht allein arbeiten.

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung mindestens diese Punkte klären:

  • Welche Alarmfunktionen (Lageralarm, Zeitalarm, Ruhealarm, Verlustalarm, Fluchtalarm) sind erforderlich?
  • Wie ist das System gegen Strom- oder Netz-Ausfall und andere Störungen gesichert?
  • Wie lange soll das System jeweils eingesetzt werden (Akkuleistung!)?
  • In welchen Intervallen sind Funktionsprüfungen erforderlich? (Prüffristen)
  • Wer kann eine Funktionsprüfung durchführen? (Prüfverfahren)
  • Sind zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der allein arbeitenden Person erforderlich, wie z. B. regelmäßige Kontrollgänge?

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Kurzcheck: Auswahl von Personen-Notsignal-Anlagen

  • Werden bei der Auswahl einer Personen-Notsignal-Anlage z. B. die DGUV-Regel 112-13 "Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen", die Vornorm DIN VDE V 0825-1:2013-09 "Überwachungsanlagen - Drahtlose Personen-Notsignal-Anlagen für gefährliche Alleinarbeiten - Teil 1: Geräte- und Prüfanforderungen" sowie die Vornorm DIN VDE V 0825-11:2016-08; VDE V 0825-11:2016-08 "Überwachungsanlagen - Drahtlose Personen-Notsignal-Anlagen für gefährliche Alleinarbeiten - Teil 11: Geräte- und Prüfanforderungen für Personen-Notsignal-Anlagen unter Nutzung öffentlicher Telekommunikationsnetze" herangezogen?
  • Ist sichergestellt, dass die vorgesehene Personen-Notsignal-Anlage ordnungsgemäß funktioniert, dass also der allein arbeitende Kollege unverzüglich und sicher lokalisiert werden kann? Dazu dienen u. a. eine Funkfeldmessung oder ein anderer Funktionsnachweis.
  • Ist gewährleistet, dass die vorgesehene Personen-Notsignal-Anlage regelmäßig geprüft wird? Ist sichergestellt, dass allein arbeitende Kollegen bei Ausfall der vorgesehenen Personen-Notsignal-Anlage anderweitig überwacht bzw. geortet werden, etwa durch GPS?
  • Wurde geklärt, ob wegen der Umgebungsbedingungen am Arbeitsort zusätzliche Alarmierungsmöglichkeiten, wie etwa optische Signale, erforderlich sind?
  • Wurde für den Einsatz der vorgesehenen Personen-Notsignal-Anlage eine Betriebsanweisung erstellt?
  • Sind die für die Tätigkeit vorgesehenen Mitarbeiter geistig und körperlich geeignet?
  • Werden die Träger der Personen-Notsignal-Geräte und die Bediener der Empfangszentrale unterwiesen und ausgebildet?
  • Ist sichergestellt, dass die Empfangszentrale unterbrechungsfrei besetzt ist, wenn ein Kollege mit PNA arbeitet?
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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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