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3 neue Berufsbilder in der Beschaffung erkannt: Die Einkäufer der Zukunft heißen Bedarfs-, Lieferanten- und Prozessmanager

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Von coupling,

Das ist ein Ergebnis der empirischen Arbeit 'Zur Modellierung von Berufsbildern im Funktionsbereich Beschaffung' von Dr. Elisabeth Fröhlich-Glantschnig an der Uni Köln. Sie erhielt dafür vor kurzem den 'BME Wissenschaftspreis 2004' im Bereich Habilitation.

Einfach ausgedrückt ging es um die Frage, was Mitarbeiter im Einkauf können müssen, um die weiter steigenden Erfolgserwartungen auch zu erfüllen. Bisher ist das Berufsverständnis für die Beschaffung in Deutschland uneinheitlich.
Diese Unklarheit spiegelt sich in der Praxis wie folgt wieder:

  • durch die fehlende Anziehungskraft des Einkäuferberufes,
  • durch vorhandene Ausbildungsund Weiterbildungsdefizite,
  • durch die sich schnell verändernden Anforderungen an die Einkaufsmitarbeiter.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie die 3 Berufsbilder zur Zielvereinbarung, Stellenbeschreibung, Aufgaben- und Projektplanung sowie zur systematischen Weiterbildungs-Bedarfsanalyse.

Der Bedarfsmanager:

Er bündelt die im beschaffenden Unternehmen auftretenden Anforderungen an die einzukaufenden Produkte und Leistungen (Beschaffungsobjekte). Er ist somit überwiegend interner Koordinator unter Berücksichtigung der beschaffungspolitischen Rahmenbedingungen und der Bedürfnisse der Endkunden.
Die Materialdisposition liegt in seinen Händen. Der Bedarfsmanager kümmert sich um die Mengenabrufe aufgrund der vorgegebenen Produktionsprogramme sowie um eine präzise Terminierung für einen schnellen Materialumschlag.

Der Lieferantenmanager:

Er übernimmt alle beschaffungspolitischen Tätigkeiten, die zur Gestaltung erfolgreicher Lieferantenbeziehungen beitragen. Aufbauend auf den Vorgaben aus dem Bedarfsmanagement, muss sich der Lieferantenmanager in einem nächsten Schritt mit der Identifikation und Eingrenzung potenzieller Lieferanten auseinander setzen.
Er ist somit überwiegend externer Koordinator. Nach Einschätzung der befragten Experten beschreibt sich das Lieferantenmanagement durch die Aufgaben der Markt- und Lieferantenanalyse sowie durch Lieferantenverhandlungen. Der Lieferantenmanager ist bestrebt, nur auf solchen Märkten nach Lieferanten zu suchen, die sich durch ein geringes Risiko sowie die entsprechenden Kosten- und Leistungsausprägungen auszeichnen.

Der Prozessmanager:

Er ist verantwortlich für die Terminsicherung und -kontrolle, die Planung, Steuerung und Kontrolle von Beschaffungstransporten, Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle, Lagerhaltung und -verwaltung sowie abschließend für die Steuerung der Entsorgungsfunktion. Damit werden dem Prozessmanager die klassischen operativen Aufgaben der Beschaffungsabwicklung zugeschrieben.
Beachten Sie: In der Einkaufspraxis kommt es zu Überschneidungen unter den 3 Berufsbildern.
Die über 400 Seiten starke Schrift können Sie bei der Autorin bestellen: Elisabeth.Froehlich-Glantschnig@uni-koeln.de

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