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Abgebrannte Lkw-Ladung = unbeschränkte Haftung!

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Es kommt in der Praxis immer wieder vor, dass von Ihnen beauftragte Frachtführer die Fracht letztendlich nicht selbst liefern, sondern diese Aufgabe an Unterfrachtführer durchreichen. So auch in diesem Fall, der für Sie als Einkäufer von rechtlich hoher Bedeutung ist:

Im März 2004 übernahm der später verklagte Frachtführer den Transport einer Großmaschine im Wert von 37.600 Euro. Die Maschine sollte von Deutschland nach Großbritannien gebracht werden. Den Transportauftrag übertrug der Frachtführer an einen Unterfrachtführer aus den Niederlanden. Dieser nimmt den Auftrag zwar gerne an, kann den Transport aber nicht sofort ausführen. Er stellt den Lkw mit der Maschine über Nacht in einem Gewerbegebiet ab. Weitere Schutzmaßnahmen ergreift er nicht. Dann passiert es: Unbekannte Täter setzen das Fahrzeug in Brand. Die teure Maschine wird komplett zerstört.

Der Transportversicherer fordert vollen Schadenersatz vom Hauptfrachtführer
Natürlich will dieser nicht zahlen. Es kommt zum Prozess. Der Versicherer verklagt gleichzeitig den Haupt- und den Unterfrachtführer. Und die Richter am Landgericht Bautzen entscheiden eindeutig: Ihrer Meinung nach hat sich der Unterfrachtführer grob sorgfaltswidrig verhalten - und wer sich grob fahrlässig verhält, haftet unbeschränkt (Az. 1 KfH O 260/05).

Einwände der Frachtführer zählten nichts
Sowohl Haupt- als auch Unterfrachtführer machten geltend, dass sie nicht unbeschränkt haften, da in ihrem Fall der Haftungsausschluss nach Artikel 17 Abs. 2 des Übereinkommens über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR) gelte. Doch die Richter hielten dem entgegen, dass, wer einen Lkw nachts in einem verlassenen Industriegebiet und nicht auf dem eigenen (gesicherten) Betriebsgelände abgestellt, nun wirklich gar nichts unternommen hat, um einen möglichen Schaden zu verhindern.

Stellen Sie deshalb bei jedem Transportauftrag klar, dass - sollte der Frachtführer einen Unterfrachtführer beauftragen -, auch in diesen Fällen sichergestellt ist, dass ein beladener Lkw niemals an einem ungesicherten Ort abgestellt wird. Und verlangen Sie stets, dass ein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden ist.

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