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Beschaffungsmärkte: 10 Risiken des globalen Einkaufs

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Von dgx,

Schätzen Sie Vorteile und Nachteile auf den Beschaffungsmärkten realistisch und vor allem langfristig ein. Denn die Chancen der internationalen Beschaffungsmärkte haben schon so manchen Manager leichtsinnig werden lassen.

Die Verlagerung von Lieferquellen nach Osteuropa, Lateinamerika oder Fernost ist aber in den seltensten Fällen simpler Lieferantenwechsel. Neben vielen strukturellen Problemen (Entwicklung, Controlling, Produktion usw.) müssen auch ganz neue Risiken eingeschätzt werden.

  1. Lieferantenrisiko. Aus der Ferne sind Seriosität, Verlässlichkeit und Flexibilität eines Zulieferers nur schwer zu überprüfen. Selbstdarstellungen sind wenig verlässlich und grenzen oft an Betrugsversuche.
  2. Qualitätsrisiko. Häufig werden Kostenvorteile durch mangelnde Produktqualität wieder zunichte gemacht. Stornos und Nachforderungen sind eher die Regel als die Ausnahme.
  3. Transportrisiko. Falsche Verpackungen, lange Transportwege, Hafenstreiks, Fahr- und Flugverbote und vor allem die Erhöhung der Treibstoffkosten stellen gravierende Logistikprobleme dar. Nicht zu vergessen: Diebstähle, Beschädigungen, Naturkatastrophen und Behördenwillkür.
  4. Rechtsrisiko. Lokale Rechtsinstanzen sind im Streitfall nur selten eine Hilfe, da sie ihre Entscheidungen nach nationalen Gepflogenheiten treffen. Teilweise bestehen in Asien völlig andere Rechtsauffassungen über Vertragsinhalte, Vertragsauslegungen (z. B. Sicherheitsklauseln) und Vertragstreue.
  5. Plagiatsrisiko. Geistiges Eigentum gilt in Asien, allen voran China, als nicht schützenswert. Der Knowhow-Transfer ist vor allem dann ein immenser Risikofaktor, wenn Sie mit einem Zulieferer weit reichende Kooperationsverbindungen eingehen.
  6. Währungsrisiko. Eine hausgemachte Wechselkurspolitik (u. a. China, Indien, Vietnam, Malaysia) unterstützt die Konkurrenzfähigkeit heimischer Produkte. Wechselkurse aber können sich ändern und vormals billige Produkte erheblich verteuern. Langfristig sind Währungsrisiken nur sehr schwer und nur selten genau zu kalkulieren.
  7. Lohn- und Preissteigerungsrisiko. Zwar dreht sich in den Schwellenländern die Lohnschraube noch langsam, generell aber müssen Sie mit einem absehbaren Anstieg des Lohn- und damit des Preisniveaus rechnen. So ist der Monatslohn in Tschechien im vergangenen Jahr um knapp 5 % gestiegen und liegt heute bei rund 1.000 €.
  8. Kulturrisiko. Unterschiedliche religiöse Einstellungen, Moralbegriffe und Mentalitäten können Ihre Strategien und Kalkulationen ganz schnell über den Haufen werfen. Faustregel: Je exotischer das Land, umso größer die interkulturelle Kluft und umso größer das Risiko.
  9. Korruptionsrisiko. Unrühmlich bekannt geworden sind in diesem Zusammenhang die neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien. Korrupte Beamte laufen Ihnen aber auch in Lateinamerika und in Asien über den Weg.
  10. Politisches Risiko. Viele Regierungen in asiatischen oder lateinamerikanischen Ländern stehen auf wackligen Füssen. Staatsstreiche oder Unruhen können auch Ihren Lieferanten hinwegfegen - siehe Tunesien, Ägypten oder Libyen. Doch selbst im „Friedensfall“ bedeuten politisch-administrative Entscheidungen (Handelszonen, Schutzzölle, Steueränderungen) allzu oft Lieferverzögerungen oder Lieferausfälle, auf jeden Fall aber Kostensteigerungen.
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