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Grüner Einkauf: Nachhaltig einzukaufen zahlt sich für Ihr Unternehmen aus

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Urheber: tonefotografia | Fotolia

Von Jens Holtmann,

Die WHU Otto Beisheim School of Management hat zum ersten Mal wissenschaftlich untersucht: Zahlt sich eine sozial und ökologisch verantwortliche Beschaffung überhaupt aus oder ist sie nur dazu da, das schlechte Öko-Gewissen zu beruhigen?

In der Fachpresse werden zwar immer wieder Einzelbeispiele von Firmen vorgestellt, die das Kunststück fertigbringen, das ungleiche Paar Geschäft und Moral glücklich unter einen Hut zu bringen. Eine wissenschaftlich fundierte Analyse, die nachweist, dass nachhaltiges Einkaufen und Wirtschaften sich auch auf Cent und Euro auszahlen, fehlte aber bis zu diesem Zeitpunkt.

Die Wirtschaftsstudenten der WHU (www.whu.edu) haben sie jetzt geliefert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Lutz Kaufmann hatten sie vor 4 Jahren Manager und Einkaufsleiter von 340 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die Kernaussagen: 

  • Vom ökologischen Wirtschaften hängt die Existenz des ganzen Unternehmens ab (58 %).
  • Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger (63 %).
  • Ökologisches Wirtschaften steigert die eigene Profitabilität (72 %).
  • Soziale Verantwortung ist Bestandteil der Firmenstrategie (80 %).

Je mehr Engagement, umso mehr Rendite

Diese allgemeinen Ergebnisse waren Prof. Kaufmann und seinen Studenten aber nicht genug. Sie bohrten tiefer, um herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg einer Firma sowie ihrem sozialen und ökologischen Engagement gibt. Dazu teilten sie die 340 befragten Betriebe in 3 Gruppen ein – Gruppe A: höchste Umsatzrendite, Gruppe B: durchschnittliche Rendite und Gruppe C: niedrige Rendite. Anschließend ermittelten sie das Nachhaltigkeitsengagement der Unternehmen. Das Resultat: Die Firmen mit der höchsten Umsatzrendite (Gruppe A) engagierten sich deutlich stärker für soziale und ökologische Belange als die Firmen der Gruppen B und C. Auch bei den Erfolgskriterien Unternehmensimage, Mitarbeiterbindung, Lernfähigkeit der Organisation, operative Leistungen, Serviceniveau und Einsatz innovativer Technik schnitten die Gruppe-A-Unternehmen deutlich besser ab.

Fazit der WHU-Studie Ein auf Nachhaltigkeit bedachtes Einkaufsmanagement wirkt sich in 3 Bereichen positiv aus:

  1. Leistungsgewinn. Zulieferer, die sich stark in Sachen Ökologie und sozialer Verträglichkeit machen, weisen oft auch eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit auf – gerade in den für die Beschaffung so relevanten Faktoren wie Qualität und Zuverlässigkeit. Verantwortlich macht die Studie dafür, dass Nachhaltigkeit eine nahezu lückenlose Kontrolle über alle Produktionsprozesse erfordert, die ihrerseits Fehlerquoten und Produktionsausfälle verringert.
  2. Kompetenzgewinn. Lieferanten, die in der Lage sind, nachhaltig zu wirtschaften, besitzen in der Regel auch weitergehende strategische Fähigkeiten. Sie setzen z. B. neue Technologien schneller als andere in die Produktionspraxis um, sind flexibler und reagieren auf Anfragen schneller.
  3. Imagegewinn. Ökologie und Sozialverträglichkeit werden immer wichtiger. Firmen, die mit windigen Zulieferern Geschäfte machen, riskieren, dass ihre Produkte von den Konsumenten links liegen gelassen werden.
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