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China-Einkauf 2013

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Als die fetten Jahre mit 2-stelligen Zuwächsen vorüber waren, legten die Wirtschaftslenker in Peking schnell eine andere Gangart ein und hoben die „Go-West-Strategie“ aus der Taufe. Zum einen, um der lahmenden Konjunktur (mit Ausnahme der nach wie vor prosperierenden Branchen Maschinenbau, Chemie und IT) wieder auf die Sprünge zu helfen, und zum anderen, um das hohe Wirtschafts- und Wohlstandsgefälle zwischen den westlichen und östlichen Provinzen abzubauen. So werden seit 2011 nur noch Unternehmensansiedlungen in West- und Zentralchina gefördert, wie beispielsweise in Sichuan, wo die Wachstumsrate auch prompt auf knapp 20 % anschwoll – im Gegensatz zu „mageren“ 11 % in den Boomregionen der Küste. Beachten Sie: Trotz dieser Rückgänge ist China für viele Unternehmen einer der wichtigsten Beschaffungsmärkte – und wird es auch in absehbarer Zukunftbleiben. Nicht umsonst ist das Riesenreich mit seinen qualifizierten Arbeitskräften, den niedrigen Lohnkosten, der guten Infrastruktur und einer breiten Produktpalette Exportweltmeister geworden.

Doch nun peilt die Volksrepublik einen neuen Titel an. China will auch Innovationsweltmeister werden Denn besagte Exporterfolge, nämlich über 50 %, sind die Erfolge von ausländischen Tochterunternehmen oder von sino-ausländischen Joint Ventures sowie deren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Chinakenner führen diese unterdurchschnittliche Präsenz auf fehlende eigene Kreativität und Innovationskraft zurück.

Doch das wollen Partei und Regierung jetzt ändern. In ein paar Jahren will die Volksrepublik auch den Thron des Innovationsmeltmeisters besteigen.

Beachten Sie: Ob China so schnell an die Hightech-Spitze der Welt vorstoßen kann, ist allerdings fraglich. Geld hat Peking zwar zur Genüge, Universitäten und Hochschulabgänger in den relevanten naturwissenschaftlichen Fächern auch – als Pferdefuß könnte sich aber das klassische chinesische Bildungsverständnis erweisen.

Lernen bedeutet in China seit Jahrtausenden nichts anderes als wiederholen und nachahmen. Eine kulturelle Bürde, die Innovationen und Neuerungen diametral entgegensteht.

Entwickeln Sie einen innovativen China-Einkauf 2013

Nutzen Sie z. B. die „Go-West-Strategie“ der Pekinger Zentralregierung, und münzen Sie die geringeren Löhne, die (zumindest noch) in den westlichen Provinzen gezahlt werden, zu Ihrem Einkaufsvorteil um.

Praxis-Tipp: Da viele Unternehmen in Chinas Westen noch nicht die gewohnte Produkt- und Prozessstabilität der küstennahen Boomregionen garantieren können, sollten Ihre Sourcing-Pläne unbedingt eine umfassende Lieferantenentwicklung besonders hinsichtlich der Sicherung der Lieferketten berücksichtigen. Nur so können Sie langfristig geringere Logistikkosten, kürzere Reaktions- und Lieferzeiten sowie insgesamt eine bessere Steuerung und höhere Flexibilität der Supply Chains sicherstellen.

Verzahnen Sie sich enger mit Ihren chinesischen Lieferanten

So wichtig eine sichere Lieferkette auch immer ist (ein Hersteller aus Chengdu/Zentralchina hat immerhin gute 2.000 Transportkilometer mehr zu bewältigen als sein Shanghaier Konkurrent), sie ist nicht der Kern einer Lieferantenbeziehung. Knackpunkt ganz allgemein ist die Wertschöpfungskette des Lieferanten. An diese Kette müssen Sie heran und sie im Auge behalten.

Bei der chinesischen Geheimnistuerei ist das sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber es lohnt sich. In der Vergangenheit hat die Importpraxis nämlich gezeigt, dass Unternehmen, die keinen direkten Zugriff auf ihre chinesischen Lieferanten samt ihrer Wertschöpfungskette hatten, besonders häufig Qualitäts- und/oder Lieferprobleme bis hin zu Betrugsfällen zu beklagen hatten.

Das Beispiel Schindler AG

Einen Schritt weiter in Sachen Verzahnung ging der Fahrtreppen- und Aufzughersteller Schindler (www.schindler.de) aus Berlin. Im vorigen Jahr siedelte er nicht nur sein globales Procurement Headquarter in Shanghai an, sondern lagerte auch Teile seiner F&E-Abteilung nach China aus, um so näher an seinen Zulieferern dran zu sein und die lokalen Wertschöpfungsketten besser zu beeinflussen. Von diesen Schritten erhofft sich Schindler, schneller und strategisch besser auf veränderte Sorucing-Bedingungen in China reagieren zu können.

Selbst besagten Hightech-Weltmeister, der die Chinesen in nächster Zukunft gern werden würden, haben die Berliner mit diesen Maßnahmen im Auge. Die nach China ausgelagerten F&E-Abteilungen sollen in den dortigen Tochterunternehmen für einen nachhaltigen Qualifizierungs- und Innovationsschub sorgen.

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