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China-Zoll: Öfter mal was Neues

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Wie das ganze Land so sind auch Zollstrukturen und -bestimmungen in ständiger Bewegung Die letzte große Änderung der Zollvorschriften hatte es am 1.1.2011 gegeben.

Seit diesem Datum müssen China-Einkäufer für ihre Ausfuhren eine Zollkennnummer (CR-Code, ist auf allen Zollinhaltserklärungen anzugeben) bei den chinesischen Zollbehörden beantragen. Alternativ kann auch ein Agent die Ausfuhrgeschäfte erledigen. Allerdings muss er von den Behörden als „Exporter of Record“ autorisiert sein.
Zur Zollerklärung gehören neben dem CR-Code auch eine harmonisierte Zolltarifnummer (HS-Code) und eine detaillierte Warenbezeichnung. Die für diese Waren anfallenden Zölle bewegen sich je nach Art zwischen 5 und 25 % des jeweiligen Warenwerts – plus der zurzeit in China geltenden Mehrwertsteuer von 17 %.

Der chinesische Zoll in Zahlen

Man sollte meinen, dass in dem Riesenland ganze Heerscharen von Zöllnern in den Amtsstuben sitzen würden. Doch weit gefehlt. Die 220 Zollämter beschäftigen gerade einmal 50.000 Beamte.
Zum Vergleich: Die EU leistet sich 200.000 Zollfrauen und -männer, davon in Deutschland allein 33.000.
Beachten Sie: Entgegen einer weit verbreiteten Bakschischneigung in anderen Behörden und Branchen geht es in Chinas Zollstuben erstaunlich unkorrupt zu – dafür aber umso bürokratischer.

Ein großes Land mit großen Unterschieden

Zoll ist in der Volksrepublik nicht gleich Zoll. Das chinesische Hoheitsgebiet (9,62 Mio. qkm) besteht aus 3 unterschiedlichen Zollräumen:

  1. Hauptzollgebiet: Der Großteil des chinesischen Festlands, einschließlich der Insel Hainan.
  2. Freihandelszonen: Formell gehören sie zwar zum Hauptzollgebiet, sind in der Praxis aber nichts anderes als große Hallen oder eingezäunte Plätze, auf denen Waren zollfrei zwischengelagert werden. Zu den Freihandelszonen gehören auch die so genannten Export Processing Zones und Freihäfen wie in Waigaoqiao/ Shanghai und in Tianjin.
  3. Sonderverwaltungsregionen: Eine Extrastellung nehmen Hongkong, Macau und Taiwan ein. Die 2004 mit diesen Gebieten abgeschlossenen „Closer Economic Partnership Arrangements“ (CEPA) erlauben den dortigen Verwaltungen wesentlich liberalere Zoll- und Exportbestimmungen. Beispielsweise werden seit 2006 für alle Waren mit Ursprung Hongkong und Macau keine Ausfuhrzölle mehr erhoben.

Nutzen Sie die Mehrwertsteuer - erstattung, um Ihre Einkaufskosten zu senken

Pekings Wirtschaftslenker bedienen sich schon seit Jahren eines Erstattungsmodells, um die heimische Exportindustrie entweder anzukurbeln oder zu drosseln. 2008, als die Handelsüberschüsse rapide stiegen, senkten sie z. B. die Sätze, um sie während der Weltwirtschaftskrise (teilweise) wieder heraufzusetzen.
Aktuell gelten 5 Erstattungssätze: 17 %, 13 %, 11 %, 9 % und 5 %.
Beachten Sie: Um den Export von im Inland dringend benötigten Chemikalien, chemischen Erzeugnissen, Kunststoffen, Glaswaren, Metallen und Metallwaren einzudämmen, hat das Finanzministerium (MOF) im Juli 2010 besagte Waren aus dem Erstattungskatalog gestrichen.
Nicht mehr gefördert wird in letzter Zeit auch die Ausfuhr vieler umweltverschmutzender und energieintensiver Produkte. Sich darauf zu verlassen, dass Ihr Lieferant den aktuellen Stand der Ausfuhrbestimmungen schon kennen wird, ist bestimmt keine gute Idee. Verlässlichere Auskünfte erhalten Sie eher unter: madb.europa.eu mkaccdb2/indexPubli.htm.

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