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Da hört der Spaß auf: Landeswährungen für Schwellenländer werden immer mehr zum Problem

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Fallende Landeswährungen sind für die Schwellenländer zum Problem geworden. Als die Staatschefs der G20 im September zum Gipfel in Sankt Petersburg zusammenkamen, waren die Turbulenzen in den Schwellenländern eines der Hauptthemen.

 

Wechselkursentwicklung
Wechselkursentwicklung US-Dollar zum Real
(September 2012 bis September 2013)

Besonders die indische Rupie (INR), der brasilianische Real (BRL), die türkische Lira (TRY) und die indonesische Rupiah (IDR) hatten in den vergangenen Monaten massiv an Wert verloren.

Vorausgegangen war ein spektakulärer Liquiditätsabzug der internationalen Anleger aus den sogenannten Emerging Markets (engl. „emerge“ = aufstrebend). Laut Bank of America Merrill Lynch sollen es zwischen Januar und Juni 2013 rund 23 Mrd. US-$ gewesen sein.

Die Fed ist der böse Bube

Die Schwellenländer hatten auch schnell den Verursacher des Währungsverfalls gefunden – die Notenbank der USA (auch Federal Reserve oder Fed genannt).

Im Sommer hatte ihr Noch-Chef Ben Bernanke angedeutet, die monatlichen Anleihekäufe von 85 Mrd. $ zur Stützung der heimischen Wirtschaft zurückzufahren, da sich im Land die Konjunkturaussichten immer weiter aufhellten.

Ein Signal für Anleger, aus den bislang renditeträchtigen Währungen der Schwellenländer wie dem brasilianischen Real auszusteigen und ihr Geld wieder in US-Dollar anzulegen.

Beachten Sie: Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich die Schwellenländer über die expansive Geldpolitik der Fed beschwerten. Zu aggressiv, zu schwächend für den US-Dollar sei sie.

In der Folge trieb der angeschlagene Greenback massenhaft Geld in die Emerging Markets und wertete ihre Währungen auf.

Hausgemachte Fehler Diese Daueraufwertungen vermiesten den exportorientierten Volkswirtschaften natürlich die Geschäfte. Mit dem gegenwärtigen Abwertungsdruck kommen sie aber ebenso wenig zurecht. Die 3 Hauptgründe:

  1. Viele Schwellenländer haben ein Leistungsbilanzdefizit. Sie verbrauchen also mehr, als sie einnehmen. Besonders für Energie-Importe fehlt bei vielen jetzt das Kapital aus dem Ausland.
  2. Länder wie Indien leiden unter schwachen Fundamentaldaten wie steigende Inflationsraten bei gleichzeitig sinkendem Wachstum.
  3. Vernachlässigte oder nur halbherzig angegangene Reformen.

Notenbanken in der Zwickmühle

Um den Abwärtstrend zu stoppen, haben einige Schwellenländer diverse Maßnahmen ergriffen. Indien beispielsweise verkaufte massiv US-Dollar und verhalf der Rupie zu einem Kursplus von mehr als 1 %. Brasilien erhöhte den Leitzins zum 4. Mal in diesem Jahr auf nun 9,0 %, um Geldgeber anzulocken.

Beachten Sie: Eine Währungskrise der Schwellenstaaten ist aber eher nicht zu erwarten. Dafür sind die meisten Länder heute ökonomisch und finanziell deutlich besser aufgestellt als noch vor Jahren.

Trotz aller Probleme haben sich u. a. Brasilien, Mexiko, Chile oder Malaysia ein hohes Polster an Devisenreserven zugelegt und ihre Auslandsverschuldung im überschaubaren Rahmen gehalten. Und China ist mit seinem noch immer nicht frei handelbaren Yuan in diesem Währungspoker sowieso außen vor.

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