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Die degressive Abschreibung ist zurück: Passen Sie Ihre Einkaufspolitik darauf an

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Das Konjunkturpaket der Bundesregierung hat zum 1.1.2009 eine erfreuliche Neuregelung für Sie als Einkäufer und Ihren Arbeitgeber gebracht: Die degressive Abschreibung ist zurück. Diese Tatsache kann es durchaus sinnvoll machen, selbst im Rezessionsjahr 2009 Anschaffungen für mobile Wirtschaftsgüter vorzuziehen, sofern sie für das eigene Unternehmen erfolgen und dort auch genutzt werden. Möglicherweise profitieren Sie dann sogar doppelt!

Wer jetzt in neue Maschinen und andere mobile Wirtschaftsgüter investiert, trifft auf sehr gesprächsbereite Verkäufer. Denn die müssen derzeit alles tun, um die Verkaufsbilanzen in einem halbwegs erträglichen Zustand zu halten.
Lange Zahlungsziele, hohe Rabatte, kostenlose Lieferung/Montage/Wartung, Skonto über dem normalen Satz, stark verbilligte Zusatzspezifikationen ... all das ist jetzt plötzlich wieder verhandelbar.
Um es klar zu sagen: Es geht Ihnen als Profi-Einkäufer nicht darum, Ihre Partner „auszusaugen“ - zumindest dann nicht, wenn Ihnen an langfristigen Beziehungen etwas liegt. Auf der anderen Seite aber leidet vermutlich auch Ihr Unternehmen unter dem Druck der Rezession. Da gilt es, jeden Cent zu sparen, der sich - ohne Qualitätsverlust an der eingekauften Ware - sparen lässt.
In jeder Krise steckt eine Chance
Doch die Krise bietet Ihnen gleich 2 Chancen! Zum einen die der gesunkenen Einkaufspreise (was Sie übrigens auch dazu nutzen sollten, um Dauerverträge auf möglichst langfristige Laufzeit abzustellen) und zum anderen in der wieder eingeführten degressiven Abschreibung.
Kurz zur Erinnerung: Zum 1.1.2008 hat der Gesetzgeber die degressive Abschreibung abgeschafft. Sie konnten also nicht mehr wie früher in den ersten Jahren viel von den Anschaffungskosten eines mobilen Wirtschaftsgutes steuermindernd geltend machen, sondern mussten es ausschließlich linear, also streng nach den AfA-Tabellen, abschreiben.
Daneben hatte der Gesetzgeber mit Anfang des Jahres 2008 den so genannten Pool für Wirtschaftsgüter zwischen 150,01 und 1.000 € eingeführt. Das heißt: Alle Güter dieser Preisklasse, die nicht zum Sofortverbrauch bestimmt sind, werden im Jahr der Anschaffung in einem Pool zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Daran ändert sich auch mit der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung nichts! (Güter im EK von unter 150 € werden übrigens sofort abgeschrieben.)
Doch für alle anderen mobilen Wirtschaftsgüter ist die degressive AfA wieder da!
Interessant ist die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Sie deshalb vor allem, wenn Sie teurere Anschaffungen zu tätigen haben. Also beispielsweise Lkws, Maschinen, RFID-Systeme & Co. sowie andere bewegliche Wirtschaftsgüter (also nicht Lagerhallen, Gebäude etc.).
Beispiel: Sie kaufen einen neuen Lkw mit einem Buchwert von 200.000 € für das Unternehmen ein. Leasing ist nicht geplant.
1. Schritt: Kosten auf Nutzungsdauer aufteilen Sie teilen die Kosten auf die Nutzungsdauer auf. Beim Lkw sind das laut AfA-Tabelle beispielsweise 6 Jahre.
2. Schritt:
Zwischen linearer und degressiver Abschreibung wählen

  • Bei der linearen Abschreibung schreiben Sie über die gesamte Nutzungsdauer den gleichen Abschreibungsbetrag ab.
  • Bei der degressiven Abschreibung berechnen Sie den jährlichen Abschreibungsbetrag mit einem unveränderlichen Prozentsatz vom jeweiligen Buchwert. Dieser Prozentsatz beträgt maximal 25 % - höchstens jedoch das 2,5-Fache der linearen Abschreibung

Vom Anschaffungspreis von 200.000 € kann das Unternehmen also bereits im ersten Jahr 50.000 € geltend machen!
Das ist übrigens auch ein wichtiges Argument, falls die Geschäftsleitung bei Ihnen bereits in Auftrag gegebene Einkäufe zurückziehen will. Die degressive Abschreibung sorgt dafür, dass trotz der Anschaffungen die Liquidität des Unternehmens geschont wird. Nicht das Schlechteste in einem Rezessionsjahr.
Machen Sie zudem darauf aufmerksam, dass - bei einem Verschieben geplanter Investitionen - möglicherweise
a) der jetzt noch wirkende Einkaufsvorteil wieder verloren geht (wenn die Konjunktur und damit die Nachfrage wieder anzieht, wird es kaum noch möglich sein, Einkaufsvorteile wie derzeit zu erzielen),
b) die degressive Abschreibung nur vorübergehend eingeführt wurde. Sollte die Konjunktur schon im kommenden Jahr wieder anziehen, wird diese Möglichkeit vom Gesetzgeber schnell wieder gestrichen. Der Liquiditätsvorteil ist dann weg.
Achtung: Die degressive AfA gilt für alle ab dem 1.1.2009 angeschafften Wirtschaftsgüter. Wirtschaftsgüter, die Sie davor für das Unternehmen eingekauft haben, unterliegen vollständig der linearen Abschreibung!

Und nicht vergessen:
Die Kfz-Steuerbefreiung beim Neuwagenkauf nutzen
Von Vorteil ist für Sie das Konjunkturpaket der Bundesregierung auch, wenn Sie zwischen dem 5.11.2008 und dem 30.6.2009 Pkws für das Unternehmen kaufen müssen. Das gilt übrigens auch für als Pkw zugelassene Transporter. Diese Fahrzeuge sind dann im Jahr 2009 von der Kfz-Steuer befreit.

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