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Einkauf in der Krise: Kernkompetenzen bestimmen

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Bekanntlich ist die Hauptaufgabe des Einkaufs, die Versorgungssicherheit seines Unternehmens zu gewährleisten. So weit, so gut. Die Frage ist allerdings, ob Sie als Einkäufer bei der Beschaffung von Materialien und Rohstoffen auch wirklich jeden Job machen müssen. Nicht umsonst wird immer wieder (und gerade in Krisenzeiten) die Konzentration auf Kernkompetenzen gefordert. Nicht nur im Einkauf. Sich hier zu verzetteln kann Sie nicht nur teuer zu stehen kommen, es kann auch die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens in Schieflage bringen.

Wenn der Bogen überspannt wird

Wie überall, so gibt es auch in der Wirtschaft Modewellen. Eine war und ist z. B. das Global Sourcing. Theoretisch eine wunderbare Sache. In der Praxis aber wachsen vielen, besonders mittelständischen, Unternehmen ihre Auslandsaktivitäten über den Kopf. Viel zu häufig fehlt es ihnen an Knowhow und Manpower, die Beschaffungsmärkte systematisch zu beobachten und zu analysieren oder die sprachliche und interkulturelle Kompetenz reichen nicht aus, um in China oder anderswo erfolgreich zu sein.

Schlachten Sie heilige Kühe

Falscher Ehrgeiz hilft in solchen Fällen selten weiter. Vielmehr sind eine genaue Ist-Soll-Analyse gefragt und neue Beschaffungsstrategien. Im Pflichtenheft des Einkaufs steht nämlich auch, für besagte Versorgungssicherheit Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Die Frage Make or Buy beantwortet sich dann oft von selbst. Nämlich, ob Sie als Einkäufer Zoll- und Transportprozesse beaufsichtigen müssen oder das Hedging von Rohstoffeinkäufen. Denn dafür gibt es Spezialisten, die diese Jobs ganz sicher besser können, während Sie sich voll auf Ihre kaufmännischen Kernkompetenzen konzentrieren können.

Wagen Sie einen Blick über den Tellerrand

Sie müssen dazu gar nicht groß Ausschau halten. Ein kurzer Gang zu Ihren Außendienstlern über den Flur genügt. Denn im Marketing kommt niemand auf die Idee, seine eigene Werbung zu entwerfen. Das überlässt man wohlwissentlich Profis, nämlich Textern und Grafikern.

Die richtige Strategie

Ganz ähnlich machen Sie es im Einkauf und bei Make-or-Buy-Entscheidungen – gehen Sie daher im Einkauf strategisch vor.
Die 5 wesentlichen Arbeitsschritte auf diesem Weg sind:

  1. Ein Projektteam wird gebildet.
  2. Die Ziele des Projekts werden formuliert (Standortsicherung, Innovation, mehr Wachstum u. Ä.).
  3. Ein Kriterienkatalog wird erstellt. Beachten Sie: Auch die sozialen Folgen eines Make-or-Buy-Prozesses sind wichtig.
  4. Die Kriterien werden gewichtet (z. B. durch Punkte).
  5. Ein Make-or-Buy-Fahrplan wird aufgestellt (Festlegung der Entscheidungsträger unter Beteiligung von Betroffenen bzw. Interessenvertretern, Beschreibung der Entscheidungsprozesse, Verfahrensregelungen bei notwendigen Umsetzungen oder Entlassungen etwa für Schulungen, Aufhebungsverträge, Vorruhestandsregelungen usw.).

Praxis-Tipp:
Um zu verlässlichen Kenndaten zu kommen, können Sie zum Beispiel Ihre Controller beauftragen, Vergleichsstundensätze zu ermitteln, anhand derer Sie Ihre internen Fertigungskosten den externen Beschaffungskosten gegenüberstellen. Über diese reinen Kostenvergleiche hinaus sollten Sie in das Für und Wider auch immer Technologievergleiche einfließen lassen.

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