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Einkaufsgehälter Das sind Sie sich wert!

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Im Vertrieb ist die Sache klar. Wird viel verkauft, rollt der Rubel, und Verkaufsleiter verdienen kaum weniger als ihre CEOs. Sind die Zeiten dagegen mies, sind auch ihre Provisionen mies.

Das genaue Gegenteil geschieht am anderen Ende der Wurst. Obwohl Beschaffung und Verkauf 2 Seiten derselben Medaille sind, wird dort mit einem anderen Maß gemessen. Bis dato haben es nur wenige Unternehmen geschafft, ein Prämiensystem zu entwickeln, das monetäre und organisatorische Einsparungen durch den Einkauf honoriert. Von reellen Aufstiegschancen im Unternehmen ganz zu schweigen – und einer Entlohnung, die mit Verkäufergehältern mithalten kann.

Die Rechnung lässt nicht auf sich warten

Da ist es nur logisch, wenn das Netzwerk XING in einer gemeinsamen Untersuchung mit Kloepfel Consulting zu dem Ergebnis kommt, dass die Gehälter im Einkauf nicht leistungsgerecht sind. Einer der Befragten äußerte sich z. B. zu seinen Jobperspektiven: „Ich bin davon überzeugt, dass ich mehr leisten könnte, und werde (mir) deshalb in den nächsten ein bis zwei Jahren einen anderen Job mit dem dazu passenden Gehalt suchen.“

Die Schere zwischen der eigenen Leistung und dem Gehalt klafft in der Altersgruppe 41 bis 50 Jahre besonders weit auseinander. Entsprechend planen 43 % von ihnen, in diesem Jahr ihren Job zu wechseln.

Beachten Sie: Die meisten Befragten (über 60 %) gaben aber auch an, dass es ihnen nicht allein um mehr Geld ginge, sondern mindestens ebenso um mehr Anerkennung und Achtung für ihre Arbeit. Mit anderen Worten, um mehr Sinn im Job.

So viel wurde 2013 im Einkauf verdient

Entscheidend für die Höhe der Einkaufsgehälter sind nicht nur die Branche und die Berufserfahrung, sondern auch der Standort des Unternehmens – und leider noch immer das Geschlecht. Männer verdienten im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 69.739 € genau 7.942 € mehr als ihre weiblichen Kollegen (61.797 €).

In Sachen Einkäufergehälter spielen aber nicht nur die Geschlechter eine Rolle, sondern auch die Berufserfahrung und das Alter. Frauen und Männer mit einer 25- bis 30- jährigen Praxiserfahrung verdienen im Schnitt mit 90.013 € am meisten. Einen weiteren Aufschlag gibt es ab einem entsprechenden Qualifikationsgrad. So gehörte gut jeder dritte der von XING und Kloepfel Consulting Befragten zu den Hochqualifizierten (Berufsausbildung und Studium).

Durchschnittsgehälter 2013 nach Branchen

  • 77.184 € Maschinenbau
  • 72.169 € Pharma, Chemie
  • 68.420 € Elektro/Elektronik
  • 67.655 € sonstige
  • 65.174 € Handel
  • 64.406 € Metallindustrie

Quelle: Kloepfel Consulting

Beachten Sie: In der Regel zahlen nicht die kleinsten Betriebe am wenigsten (bis zu 50 Mitarbeiter), sondern mittlere Unternehmen mit 51 bis 100 Angestellten.

Erfolg muss sich auch in der Beschaffung auszahlen

Gegen ein erfolgsabhängiges Prämiensystem im Einkauf wird gern die Nichtmessbarkeit von Beschaffungsleistungen ins Feld geführt. So oft dieses Argument auch benutzt wird, ebenso falsch ist es auch. Denn Beschaffungserfolge sind nur deshalb nicht messbar, weil es bis auf den Tag kaum ein gebrauchsfähiges Einkaufscontrolling gibt – von aussagekräftigen Kennzahlen und Software-Lösungen für die automatische Provisionsberechnung ganz abgesehen. Im kompletten Gegensatz zum durchstrukturierten Vertriebscontrolling.

Jeder Einkaufserfolg ist messbar

Bislang hat es in den Entscheideretagen am Willen gefehlt, genau so ein durchstrukturiertes Controlling für die Beschaffung einzuführen. Denn Einkaufserfolge sind durchaus messbar. Obendrein machen falsche Organisationsstrukturen (zum Beispiel eine strikte Trennung von Einkauf und Technik) sowie rudimentäre Kontrollinstrumente kaum vernünftige Lösungen möglich.

Dabei käme man mit kleinen Schritten schon ein gehöriges Stück weiter, indem jeder nachweisbare Einkaufserfolg belohnt wird, und zwar zusätzlich zum Gehalt. Vorstellbar wären beispielsweise:

  • 10 % Prämie von der Einsparsumme, die ein Einkäufer bei einer Preisverhandlung heruntergehandelt hat.
  • Auch abgewehrte Preiserhöhungen könnten mit einem bestimmten Prämiensatz bedacht werden.
  • Oder für jedes halbe Prozent Verbesserung bei der Verzugs- und Reklamationsquote der Zulieferer wird der Einkauf mit einer Prämie von 1.500 € belohnt.
  • Oder die Beschaffung von nachweislich nutzbringenden Innovationen ist der Geschäftsleitung einen extra Dienstwagen für den Einkauf wert.

Es tut sich was

Die ersten Lichter sind auch schon am Ende des Tunnels auszumachen. Denn allmählich spricht sich in besagten Entscheideretagen herum, wie sinnvoll eine leistungs- und erfolgsabhängige Gestaltung der Einkaufsgehälter für Fachkräfteanwerbung und Mitarbeiterbindung ist.

Laut Gehaltsstudie 2013 des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) werden im Maschinenbau bereits 54 % nach entsprechenden Modellen bezahlt – wenngleich die Prämiensätze noch meilenweit von denen der Verkäufer entfernt sind. Bis hier ein Gleichstand erreicht wird, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

Die Gehaltsstudie des BME können Sie ab 290 € (BME-Mitglieder) oder 390 € (Nichtmitglieder) downloaden: karriere.bme.de/gehaltsstudie.html

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