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Einkaufskennzahlen: Tausend und eine Zahl

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Bei Einkaufskennzahlen gilt das Prinzip: Nicht die Menge macht’s, sondern die Qualität und die Aussagekraft. An beidem mangelt es aber häufig in der täglichen Einkaufspraxis. Da verleiten Kennzahlen auf der einen Seite dazu, Vorgänge in allzu starre Masken zu pressen, und auf der anderen Seite vernachlässigen sie schwer quantifizierbare Aspekte wie die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter oder die Innovationskraft der Zulieferer. In jedem Fall sollten Sie keine Kennzahlen von der Stange verwenden, sondern immer solche, die Ihrer konkreten Einkaufssituation angepasst sind.

Qualitätskriterien einer Kennzahl

Idealerweise sollten sie immer so gestaltet sein, dass sie sowohl Vorgänge in der Vergangenheit berücksichtigen wie auch zukünftige Entwicklungen.

Nehmen Sie beispielsweise die Liefertreue eines wichtigen Zulieferers (Zahl der pünktlichen Lieferungen im Verhältnis zu den Gesamtlieferungen).

Über 10 Jahre hat Ihr Geschäftspartner stets alle Termine eingehalten. Nur im letzten Halbjahr gab es 3-mal Probleme.

Würden Sie schematisch nur dieses Halbjahr betrachten, müssten Sie sich nach einem neuen Lieferanten umsehen (was bei Neulieferanten durchaus auch angebracht wäre).

Ein Blick in die Lieferhistorie weist dagegen in eine ganz andere Richtung. Da ist es sinnvoller, sich mit dem Zulieferer an einen Tisch zu setzen und Ursachenforschung zu betreiben – mit dem Ziel, die Missstände abzustellen.

Materialkostenveränderung, die Top-Zahl

Sie ist mit Abstand die wichtigste Kennzahl für die Beschaffung. Mit ihr lässt sich gut die tatsächlich erbrachte Leistung des Einkaufs dokumentieren.

Gemessen wird dabei, wie sich die Materialkosten eines Produkts beispielsweise im Vergleich zum Vormonat oder Vorjahr verändert haben.

Basis der Berechnung sind fakturierte Mengen sowie Werte von Artikeln, Lieferanten und Warengruppen. Diese Einflussgrößen können nach Währungsschwankungen oder Nebenkosten weiter differenziert werden.

Maverick-Quote, die Nummer 2

Anders als die Materialkostenveränderung, die die tatsächlich erbrachten Leistungen der Beschaffung dokumentiert, erfasst die Kennzahl „Maverick-Quote“ alle Bestellungen, sprich alle Geschäftsvorgänge, die am Einkauf vorbeilaufen.

Beachten Sie: Wenn es auch schon fast eine Binsenweisheit ist, dass Maverick Buying die teuerste Variante des Einkaufs und das genaue Gegenteil einer strategischen Beschaffung ist, in den Unternehmen ist sie einfach nicht totzukriegen.

Hier haben die Frauen und Männer des Einkaufs noch (immer) viel Überzeugungsarbeit zu leisten, nicht zuletzt was Akzeptanz und Anerkennung ihrer Arbeit betrifft.

Die Formel für die Maverick-Quote lautet:

Einkaufsvolumen x 100 %
Finanzvolumen mit externen Lieferanten


An dem Quotienten zwischen dem oberen und dem unteren Wert ist genau abzulesen, wo der Einkauf Handlungsbedarf hat.

Liegt die Kennzahl beispielsweise weit unter 80 %, dann hat die Beschaffungsabteilung ein Prozess- und Transparenzproblem im Unternehmen.

Und wird ganz sicher nicht als Gleiche unter Gleichen behandelt, da offensichtlich zu viele Lieferaufträge am Einkauf vorbei vergeben werden.

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