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Einkaufsmanagement: 9 von 10 DAX-Unternehmen veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte

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Anfang des Jahres hatte der Wirtschaftsinformationsdienst PricewaterhouseCoopers (PwC) 89 Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Nachhaltigkeit befragt. Besonders gute Noten gab PwC den deutschen Konzernen.

„Im Gegensatz zu österreichischen Unternehmen kommunizieren die Unternehmen des deutschen Aktienindex DAX mit einem durchschnittlichen Gesamtscore von 77 % transparenter und umfassender als die Schweizer (66 %) und österreichischen (43 %) Mitbewerber“, heißt es in der Studie „Unternehmerische Verantwortung im Zeitalter der Transparenz“.


Quelle: PwC 2011

Energie und Chemie informieren am meisten

Was nicht groß verwundert, stehen die beiden Branchen doch besonders oft am Pranger. Umso mehr versuchen sie, in der öffentlichen Meinung bei Nachhaltigkeitsfragen wieder Boden gutzumachen.

Mit 85,6 % liegt die Energiebranche vorne und informiert danach besonders umfassend und transparent. Ihr folgen die Chemieindustrie und das Bauwesen.

An einem grünen Image ist aber auch der verarbeitenden Industrie gelegen. In der PwC-Studie belegt Henkel Platz 1 und Siemens Platz 2 im Nachhaltigkeits-Ranking. Bereits 1992 begann der Konsumgüterhersteller Henkel damit, Umweltberichte zu veröffentlichen.

Erweitert um die Themen Ökonomie und Soziales wurden ab dem Jahr 2000 lupenreine Nachhaltigkeitsberichte daraus.Die neueste Ausgabe 2011 finden Sie unter: www.henkel.de/investor-relations

Siemens prüft die Energieeffizienz seiner Lieferanten

Trotz aller schmuddligen Korruptions und Schmiergeldskandale: In Sachen Nachhaltigkeit steht die Siemens AG als Saubermann da. Besonders im Energie- und Healthcare-Bereich will sich der Elektroriese durch umweltfreundliche Produkte von seinen Mitbewerbern abgrenzen.

Dazu hat der Konzern ein hauseigenes „Energieeffizienzprogramm“ (EEP) entwickelt, in das auch die Lieferanten einbezogen sind. Bis Ende 2012 sollen die 1.000 wichtigsten Zulieferer für das Programm erwärmt werden und in den Folgejahren dann die restlichen beziehungsweise die weniger wichtigen.

Den Anfang macht dabei eine Fragebogenaktion, in der Siemens sehr detailliert wissen will, wie umweltfreundlich und energieeffizient Produktion und Supply Chain der Lieferanten sind.

Anschließend schickt der Konzern Beraterteams zu seinen Lieferanten, die dort energetische Defizite aufspüren und Maßnahmen vorschlagen sollen, um zukünftig Energie zu sparen. Diese Maßnahmen können von den Zulieferern mit siemenseigener Technik umgesetzt werden, müssen es aber nicht.

Beachten Sie: Diese Energieberatung wie die gesamte Fragebogenaktion durch den Münchener Konzern erfolgte auf freiwilliger Basis. Wobei die Lieferanten die Effizienzberatung aber schon zu bezahlen hatten.

Dennoch hat niemand diesen Service abgelehnt. Ein Schwergewicht der Lieferantenbewertung durch den Elektrokonzern ist nämlich die Energieeffizienz.

Siemens spart 18 % Energie durch sein Energieeffizienzprogramm

Aber auch im eigenen Haus zeigt das Energieeffizienzprogramm Wirkung. Pro Jahr muss der Großbetrieb 18 % weniger für Heizung aufwenden und 17 % weniger für Strom.

Unterm Strich kommen dabei jährlich 310.000 € Ersparnis heraus, sodass sich die investierten 1,85 Mio. € schon nach 6 Jahren amortisiert haben.

Auch bei Miele sind Geschäft und Umweltschutz kein Paar linker Schuhe

Eine Devise des Gütersloher Haushaltsgeräteherstellers lautet: So wenig Verpackung wie möglich, so viel wie nötig.

Trotz Steigerung der Produktion um 53,2 % konnte der Konzern durch den Einsatz modernster Verpackungstechnologien zwischen 1999 und 2009 den Gesamtverbrauch seiner Produktverpackungen für den Transport und Verkauf um 19,8 % senken.

Möglich wurden diese Einsparungen, weil Miele ausschließlich Packstoffe einsetzt, die wiederverwertet werden können. Dazu gehören hauptsächlich:

  • Wellpappe (bis zu 100 % Altpapier),
  • Polyethylenfolien,
  • unbehandeltes Massivholz aus forstbewirtschafteten Wäldern und
  • mit Wasserdampf geschäumtes EPS (Styropor).

Beachten Sie: Um sein ökologisches Wirtschaften herauszustellen, leistet sich der Konzern sogar eine eigene Nachhaltigkeits-Webseite. Auf ihr finden Sie auch den Miele Nachhaltigkeitsbericht 2011 als Download, siehe www.miele-nachhaltigkeit.de

Wiesner-Hager – ein Pionier des grünen Wirtschaftens

Doch es sind nicht nur Konzerne und Großbetriebe, die die Ökologie für sich entdeckt haben. Pionierarbeit leisteten oft Mittelständler wie der Wiener Büromöbelproduzent Wiesner-Hager. Lange bevor Ressourcenknappheit und Klimawandel zu Topthemen wurden, betrieben die Österreicher schon eine aktive Umweltpolitik.

So rückten sie bereits Mitte der 1980er Jahre Umweltleitlinien in das Zentrum ihrer Unternehmensphilosophie. Und die lautet: „Von der Entwicklung bis zur Auslieferung unserer Produkte sind alle unternehmerischen Prozesse am Grundsatz der Nachhaltigkeit orientiert.“

Dazu 5 Beispiele bei Wiesner zum Thema Nachhaltigkeit:

  1. Wasser: Für seine Lackierabwässer hat Wiesner-Hager zum einen Kreislaufanlagen installiert, die zu einer spürbaren Senkung des Frischwasserverbrauchs geführt haben, zum anderen werden alle Abwässer in einer modernen Abwasser- Aufbereitungsanlage geklärt.
  2. Luft: Durch die Installation moderner Schlauchfilteranlagen konnten alle Staubemissionen minimiert werden. Rein rechnerisch kommen für das gesamte Betriebsgelände weniger als 100 kg pro Jahr zusammen. Die Emission von Lösungsmitteln wurde auf 3 % verringert. Möglich machten diese Reduzierung ein neues, umweltfreundliches Beschichtungsverfahren und der Einsatz moderner Kleber auf Wasserbasis für die Polsterverklebung.
  3. Rohstoffe: Durch die Umstellung auf ökologische Beschichtungsverfahren bei der Holzlackierung und Metallbearbeitung (Pulverbeschichtung) reduzierte sich der jährliche Lackverbrauch um 77 %.
  4. Altstoffe: Ein sparsamer Einsatz von Rohstoffen und eine sortenreine Trennung verringerten das Abfallaufkommen erheblich. Heute fallen nur noch rund 700 Tonnen im Jahr an.
  5. Lärm: Schon vor 10 Jahren erfolgte die Umstellung des Logistik-Fuhrparks auf lärmarme Lkws. Laute Betriebsanlagen sind in extra abgedichteten Produktionshallen untergebracht.

Mehr zum Nachhaltigkeitsengagement von Wiesner-Hager erfahren Sie unter www.wiesner-hager.at

Kutsch – ein Unternehmen mit sozialer Verantwortung

Der Slogan „Global denken – lokal handeln“ klingt zwar ein bisschen abgedroschen, trifft aber genau den nachhaltigen Kern der Kutsch Fahrzeughandels GmbH in Alsdorf (Nordrhein-Westfalen). Denn als Nutzfahrzeughändler verkauft Jürgen Kutsch seine Lkws, Anhänger und Bagger tatsächlich über die Grenzen Europas hinaus.

Wobei er schon seit Jahren „das Heranführen der Mitarbeiter zu verantwortungsbewusster, eigenständiger Übernahme der CSR-Prinzipien“ (CSR: Corporate Social Responsibility) zum Mittelpunkt seiner Arbeit gemacht hat.

Kutschs Credo: „Ich bekenne mich zur CSR, ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen, das auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in die Unternehmenstätigkeit und in die Beziehungen mit Partnern wie Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern integriert.“


Dieser Glaubensgrundsatz könnte auch als Motto der „Stiftung Jürgen Kutsch“ stehen. Denn als Mittelständler unterstützt er diverse soziokulturelle Projekte vor Ort, nämlich im Großraum Aachen.

Im Besonderen sind das Konzepte der Jugend- und Bildungsförderung. So hat sich die Stiftung beispielsweise dem inzwischen bundesweiten START-Schülerstipendienprogramm der HERTIE-Stiftung angeschlossen. START verhilft Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter anderem zu einer höheren Schulbildung.

Wie Glaubensgrundsätze klingen auch die folgenden Worte auf der Firmenwebseite: „Die Kutsch Fahrzeughandels GmbH sucht Handelspartner, die die gleichen Wertvorstellungen verfolgen und sich im Erfahrungsaustausch als Botschafter eines Netzwerkes verstehen, welches das soziale Engagement des Unternehmers als aktiven Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft begreift.“

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